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24.03.2017

 

 

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La France, La Mode et Citroën

Avantgarde und Haute Couture: Frankreich. Auto und Frankreich: Citroën. Der Autobauer war früher Vorreiter im Design und will es heute wieder sein. Seit Jahrzehnten prägen Mode und Marke unser Verständnis vom Nachbarn und seinen Autos für Individualisten, die Kleidung mit Stil tragen.

Mode- und Auto-Design – zwei Welten, so fern, so nah.

Aluminium, Kunststoff, Stahl, Karbon auf der einen Seite, Baumwolle und Seide auf der anderen. Unterschiedlicher könnten die Materialien nicht sein, mit denen sich die Designer beider Branchen beschäftigen. Und doch sind die Anforderungen in mancherlei Hinsicht ähnlich, weshalb sich oft erstaunliche Analogien und Parallelen auftun. Einer Form Identität geben, sie unverwechselbar machen als Ausdruck der Moderne – das ist Aufgabe von Design schlechthin.

Komplexe Technik, komplexes Wesen


Der Autodesigner hat es mit einem komplexen technischen Gebilde zu tun, das längst mehr ist als ein bloßes Alltagsprodukt. Autos sind stilprägend für eine Epoche. Modedesigner kreieren die Verpackung für das komplexeste Wesen des Planeten, und, um ihre Aufgabe noch zusätzlich zu beschweren, überwiegend für den kapriziöseren, nämlich weiblichen Teil dieses Wesens. In Frankreich, seit jeher der Hort von Avantgarde und Haute Couture, hat man früh erkannt, dass eine schicke Schale ein Produkt verkäuflicher und ein Wesen attraktiver macht. Kein Zufall, dass es dort schon zu Beginn der Massenproduktion von Autos in Europa ab den 20er-Jahren auch Verbindungslinien zu anderen Design-Richtungen gab, zur Architektur eines Le Corbusier etwa, der davon träumte, Häuser standardisiert und formschön zu bauen – und sich dabei ausdrücklich auf André Citroën berief.

Auf seine Design-Traditionen will man sich beim französischen Autobauer wieder besinnen, das wurde beim ersten Innovationstag des Gesamtkonzerns PSA deutlich, der im Mai in Grevenbroich – und nicht am Hauptsitz Paris – stattfand. Welche Auto-Designs von Citroën Geschichte machten und welche Mode-Stile gleichzeitig damit verbunden waren, sehen Sie in der folgenden Fotostrecke.

AC6 und Knöchelriemchen-Pumps

Anfang der 30er-Jahre ist die Zeit der Bubiköpfe vorbei, die Frau zeigt sich wieder als Frau. Längere Röcke, die Taillen stark betont, das Comeback von Capes, Doppelkrägen, Schultern- und Ärmelvolants. Dazu Marlene-Hosen und Knöchelriemchen-Pumps. Ende der 20er Jahre kommt mit dem AC6 der erste Sechszylinder von Citroën auf den Markt. Sein Styling liefert die passende Kulisse für die elegante Damenwelt. Auch technisch ist der Wagen ein Meisterstück. Ein Expeditionskorps mit 40 Männern und 14 AC6-Modellen legt auf der legendären, unbefestigten Seidenstraße mehr als 9.000 km zurück – beispiellos in jener Zeit. Die Fahrer werden zu Helden – und André Citroën hat ein Image kreiert: Der AC6 – Inbegriff der Verwegenheit, die Cabriolet-Version als luxuriöses Accessoire für Damen der Pariser Gesellschaft.

Traction Avant – Film Noir und modische Gangsterbräute

Nach dem Krieg ist der Kleidungsstil zunächst karg und orientiert sich an der Vorkriegszeit. Aber dann kommt der Film Noir und mit ihm die Wiederentdeckung des „kleinen Schwarzen“ à la Coco Chanel. Und dazu passt dieser schon vor dem Krieg entwickelte Citroën als wuchtiger Kontrapunkt wie kein anderes Auto. Schwarz wie ein Chanel-Kleid, leichter als alle Konkurrenten dank selbsttragender Karosserie, bequem und geräumig, beste Fahrleistungen – Kriminelle aller Couleur lieben ihn und im Film Noir avanciert der Traction Avant zum Kultmobil für coole Gangsterbräute.

DS, Dior und Charles de Gaulle

Die Frauen dürstet es nach Jahren der Entbehrung in den 50ern nach mehr Glanz und Glamour. Mit seinem New Look trifft der Pariser Modedesigner Christian Dior den Nerv der Zeit. Petticoats unter glockigen langen Röcken, enge Taillen und elegante Kostüme prägen den Stil. Dazu schwappt eine neue Kultur von Amerika nach Europa. Elvis-Tolle, Pferdeschwanz und Blue Jeans werden zum Markenzeichen der jungen Generation. Alles fließt, liegt eng an, strahlt Sex aus und provoziert. Da stellt Citroën 1955 auf der Pariser Autoschau das neue Modell DS vor. Es ist eine Sensation. Eine Design-Provokation. Schmale, keilförmige Karosserie-Linie, aerodynamisch, avantgardistisch, zeitlos – bald wird sie nur noch „Die Göttin“ genannt. Alle Berühmtheiten Frankreichs fuhren mit der DS. Wer de Gaulle denkt, sieht DS und wer von Delon träumt, träumt die Göttin mit.

Mit 2CV zu Flower Power

1968 ist der 2CV schon 20 Jahre alt – und erlebt jetzt seine große Zeit. Flower Power, Anti-Establishment, mobile Freiheit für kleines Geld, all das symbolisiert der wie aus der Zeit gefallene Winzling mehr als jedes andere Auto dieser Jahre. Der Döschwoh, liebevoll „Ente“ genannt, steht auch heute noch für ein Lebensgefühl jenseits der Konventionen. So mancher Anwalt oder Oberstudienrat hat eine liebevoll restaurierte Ente in seiner Garage stehen und erzählt seinen Kindern von der Zeit, als Papa Hippie war und Mutti Tüten drehte.

DS3 und Business-Look

Mini, Supermini, feminin, burschikos, Business- oder Schlampen Look – Kleiderordnung ist passé, fast alles geht in Freizeit und Beruf. Praktisch soll es sein und feminin, Formen kaschieren oder betonen. Wertigkeit der Materialien und nachhaltige Produktion gewinnen an Bedeutung. Individuelle Note und ein wenig Glamour dürfen trotzdem sein. DS-Chefdesigner Thierry Métroz weiß längst, dass sich Autos und Fashion gegenseitig befruchten. Mit dem DS3 setzt Citroën Akzente in diese Richtung. Design-Stile aus Mode, Schmuck und Architektur werden adaptiert. So ist das Dach des DS3 Cabrios nicht einfach nur farbig, sondern trägt – wie sachte eingraviert - das Muster des DS-Schriftzugs, ein dezenter Anklang an Gucci und Louis Vuitton. In die Ledersitze ist ein Muster eingearbeitet, das an ein geflochtenes Uhrenarmband erinnert. Für Métroz der perfekte Background für einen eigenen Style.

Quelle: www.carmour.de

 


Veröffentlicht am: 14.08.2013

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