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28.03.2017

 

 

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ZF: Kein Buch mit sieben Siegeln

Der drittgrößte deutsche Automobilzulieferer ZF Friedrichhafen drückt kräftig auf die Tube. Der Konzern vom Bodensee will seinen Umsatz bis 2025 auf rund 40 Milliarden Euro erhöhen. Für 2013 peilt der Continental-Rivale  rund 19 Milliarden Euro an, im vergangenen Jahr betrug der Umsatz 17,4 Milliarden Euro. ZF-Produkte sind weltweit in der Mobilität zu Hause.

Für Pkw, Nutzfahrzeuge und Arbeitsmaschinen entwickelt und fertigt das Unternehmen Getriebe, Lenkungen, Achsen und Fahrwerkkomponenten sowie komplette Systeme. Auch für Sonder- und Schienenfahrzeuge, Schiffe sowie Hubschrauber ist der Konzern ein Antriebsspezialist.

Busantriebe für Moskau

Der russische Verkehrsbetrieb Mosgortrans bestellte bei ZF Antriebs- und Fahrwerkstechnik für 565 neue Stadtbusse. In wenigen Tagen fahren die Transportmittel durch Moskau. Den öffentlichen Verkehrssektor (ÖPNV) nutzen dort täglich rund 12,5 Millionen Passagiere – auf über 520 City- und Intercity-Strecken und etwa 765.000 Kilometern. In jedem der 565 Fahrzeuge übernehmen automatische ZF-Getriebesysteme die Schaltarbeit. Fahrwerksseitig sind die 404 Solo-Busse von LiAZ mit der ZF-Vorderachse RL 85 A sowie mit der hinteren Niederflur-Antriebsachse AV 132 ausgestattet. Die übrigen 161 Gelenkzugbusse erhalten zusätzlich die nichtgetriebene Nachlaufachse AVN 132.

Der Auftrag umfasst auch Produkte von ZF Lenksysteme, einem Joint Venture der ZF Friedrichshafen AG und der Robert Bosch GmbH: Sie reichen von Lenkungen über Winkelgetriebe und Lenkstockhebel bis hin zu Kugelgelenkwellen. Den aktuellen Auftrag mit eingeschlossen, profitieren daher insgesamt schon rund 5.000 Niederflur-Solo- und Trolleybusse in Moskau von der Antriebs- und Fahrwerktechnik der ZF-Familie.

Autos fahren länger

Die Lebenszyklen von Autos verlängern sich. Ein Grund: die Qualität der verbauten Materialien und der deren Verarbeitung verbessern sich ständig. Künftig werde der „automobile Aftermarket“, also die Betreuung des Kunden nach dem Fahrzeug-Kauf, bedeutender für den wirtschaftlichen Erfolg der Branche sein. Für diesen Part zeichnet ZF Services mit Sitz in Schweinfurt verantwortlich. Der Mutterkonzern, die ZF Friedrichshafen AG, hat ZF Services das weltweite Ersatzteilgeschäft sowie sämtliche Aktivitäten im Kundendienst übertragen. Zu deutsch: ZF Services sorgt dafür, das für die Systeme, Module und Aggregate des Gesamtkonzerns die nötigen Ersatzteile vor Ort sind – und zwar weltweit. Zudem „kümmern“ sich die Schweinfurter um den Kundenservice. Zu deutsch: Kfz-Werkstätten müssen geschult werden, damit sie die komplexen Systeme auch sachgerecht reparieren können. Dieser Part ist für ZF Services sehr bedeutsam. Der Umsatz dieses Geschäftszweiges mit 77 Standorten, 3.800 Mitarbeitern in 39 Ländern betrug 2012 rund 1,6 Milliarden Euro. 2013 sollen die Erlöse auf 1,8 Milliarden Euro klettern.

Komplexer Kundendienst

Der technische Kundendienst wird immer komplexer: Ölwechsel, Probleme rund um die Komponenten Kupplung, Schaltung, Verschleiß sowie Werkstattausrüstung und Qualitätsmanagement sind für den Endverbraucher oft „ein Buch mit sieben Siegeln“. Der „Service“ wird immer diffiziler, weil neue Modellreihen wie Hybride oder Elektro-Fahrzeuge hinzukommen, die eine ständige Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter zwingend erfordern. Mit dem Werkstattkonzept ProTech verfolgt ZF Services daher ein Ziel: freie Werkstätten umfassend vom Spezialwissen eines Profis für Antrieb, Fahrwerk und Lenkung partizipieren zu lassen. Dazu gehören Produktinformationen & Montage-Hinweisen zu Sachs, Lemförder & ZF Parts Komponenten sowie praxisnahe Schulungsangebote. Zudem existiert eine Datenbank, die Serviceaktionen der Fahrzeughersteller umfasst.

20.000 freie Werkstätten

Die Herausforderungen für die mehr als 20.000 freien Werkstätten in Deutschland wachsen: Zu günstigeren Preisen müssen sie dieselbe Qualität wie Vertragswerkstätten bieten – und parallel dazu immer komplexere Fahrzeugtechnologien beherrschen. Um freien Kfz-Betrieben dafür fundierte Unterstützung aus der Industrie zu bieten, hat ZF Services im Jahr 2012 das Werkstattkonzept ProTech auf den Weg gebracht. Ein zentrales Merkmal ist die Online-Plattform „protech.zf.com“. Dort finden Partnerwerkstätten sämtliche Informationen über die Qualitätsprodukte für Antrieb, Fahrwerk und Lenkung. Für Großhändler ist ein gesonderter Zugang eingerichtet, damit auch sie sich stets auf dem Laufenden halten können. „Eine gute Online-Plattform ist enorm wichtig. Allein im ersten Jahr nach der Markteinführung unterzeichneten deutschlandweit 3.000 Kfz-Betriebe einen Partnervertrag – 2.700 für das ProTech-Basisangebot und 300 für ProTech plus. International setzt sich das Werkstatt-Detailkonzept ebenfalls durch. Im Frühjahr 2013 startete ZF Services ProTech in Großbritannien, in Österreich und der Schweiz wird das Konzept auf Roadshows vorgestellt. Weitere Länder folgen.

Auf der IAA

ZF will künftig mit einem weltweiten Ausbau des Geschäftes und der Erschließung neuer Märkte in Asien expandieren. Ferner kommen neue Geschäftsfelder hinzu: Windenergie-Anlagen, Schifffahrt und Schienenverkehr. Dort seien Marktpotenziale von Produkten und Serviceleistungen global auszuschöpfen. Über sein Leistungsgramm informiert der ZF-Konzern auf der 65. Internationalen Automobilausstellung (IAA – 12. bis 22. September 2013) in Frankfurt/Main. Wo: in Halle 4, Stand A07.

Text: EH
Fotos: LiAZ, ZF, ZF Service

 


Veröffentlicht am: 14.08.2013

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