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Morgengruß von Helmut Harff: TV-Flaute

Die IFA in Berlin ist seit Freitag für Jedermann geöffnet. Die Besucher interessieren sich vielfach für die neuesten Fernsehgeräte. Die Hersteller aus Deutschland, Europa und vor allem Asien wissen das und ziehen alle Register.

Doch wer genau hinsieht, wer Jahr für Jahr die IFA besucht, merkt, dass die Stände kleiner ausfallen oder weniger üppig ausgestattet sind. So verzichtet Panasonic auf seinen zweiten Stock und auch andere Hersteller haben beim Messebau gespart. Warum man auf die Finanzbremse tritt, wird ziemlich offen kommuniziert: Die Branche hat in den vergangenen zwölf Monaten einen Absatzeinbruch von 25 Prozent verbuchen müssen. Das lässt nicht nur die letzten Deutschen Hersteller wie Metz, sondern auch Branchenriese wie Philips, Samsung oder Panasonic vorsichtiger werden.

Und doch, man ist überall bemüht dem IFA-Besucher Neuerungen schmackhaft zu machen. Doch die sind Mangelware. Klar, die Fernsehbilder werden immer brillanter, doch wer ist wirklich in der Lage, mehrere Tausend Euro für einen Fernsehgerät auszugeben? Wer will, nach dem er sich erst vor wenigen Jahren ein neues Gerät zugelegt hat, dieses gleich wieder gegen eines der neuesten Generation austauschen? Wie man in Hintergrundgesprächen erfährt, sind das wenige, aus Sicht der Hersteller viel zu wenige.

Allerdings muss man auch sagen, dass sich die meisten Hersteller nicht wirklich bemühen, den Kunden etwas Neues für die Wohnzimmerwand zu bieten. Dieser Ansicht ist Prof. Luigi Coloani. Die Designlegende, er wurde am 2. August 85 Jahre alt (Glückwunsch nachträglich), blies am Stand von PEARL deshalb auf seine direkte Art den Designern heftig den Marsch. Nicht zu unrecht, wie ich finde, denn bis auf wenige Ausnahmen - darunter Philips - scheinen die Fernsehhersteller alle den gleichen Designer zu beschäftigen. Würde nicht das Logo irgendwo platziert sein, wüsste man häufig nicht, von welchem Hersteller welches Gerät ist.

Da muss sich die Branche nicht wundern, wenn sie auf dem ohnehin ziemlich gesättigtem deutschen Markt immer weniger Geräte verkaufen. Nun gelobt man nicht etwa in Sachen Design, wirklicher technischer Innovation oder sinkender Preise etwas zu tun. Nein, man hofft darauf, dass 2014 angesichts der Olympischen Spiele und der Fußball-WM die Verkaufszahlen wieder steigen. Solche Ereignisse waren es in der Vergangenheit, die zu einem Absatzschub führten. Hoffentlich irrt sich die Branche da nicht.

Mal sehen, wo ich heute frühstücke.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück in der Spätsommersonne.

 


Veröffentlicht am: 07.09.2013

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