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Morgengruß von Helmut Harff: Fairtrade

Fairtrade - der faire Handel mit Produkten und Dienstleistungen - ist längst in aller Munde. Es gibt sicherlich kaum einen Menschen, der Fairtrade-Produkte ablehnt. Und obwohl der Markt von Fairtrade-Produkten steigt, ist das noch immer ein Nischenmarkt. Das gilt vor allem für den Bekleidungs- und Nahrungsmittelbereich.

Fairtrade war auch auf der gerade zuende gegangenen IFA in Berlin ein wichtiges Thema. Klar, fast alles, was da ausgestellt wurde, wurde in Asien gefertigt oder hat zumindest dort produzierte Komponenten unter seiner schönen Hülle. Die stammt auch zumeist aus Billiglohnländern. Anders, so ist zu hören, ließen sich diese Geräte gar nicht zu Preisen produzieren, die wir bereit sind zu bezahlen. Diverse deutsche Hersteller verweisen eher leise darauf, dass ihre Produkte in eigenen Firmen gefertigt werden. Ob das nun für die Arbeiter vor Ort auch heißt, dass die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung besser sind?

Ich möchte es zumindest glauben. Zumindest fällt es uns als Verbrauchern weniger auf, wenn ein Kaffeevollautomat, ein Staubsauger, eine Waschmaschine einige Euros mehr kostet. Das ist bei fünf Paar Socken für 5 Euro oder drei T-Shirts für unter 3 Euro anders. Wenn die auch nur wenige Cent mehr kosten, merken wir das sofort. Doch warum werden dann auch Shirts für 50 Euro unter ebenso katastrophalen Arbeitsbedingungen produziert, wie die billigen?

Noch eins geht mir durch den Kopf. Wieso beklagen wir politisch korrekt die Entlohnung in der dritten und zweiten Welt und nicht die bei uns. Man stelle ich vor, der Brief kostet 60 und nicht 57 Cent oder ein Billig-Männerhaarschnitt zehn statt acht Euro. Dieses Geld bleibt nicht beim Unternehmer, sondern fließt in die Taschen der Arbeitgeber (und auch in die der Sozialkassen). Warum rundet man die 99-Centbeträge bei Lebensmitteln nicht auf einen Euro auf und sorgt so dafür, dass Mitarbeiter im Einzelhandel von Ihrer Arbeit auch leben können? Das würde nicht einmal einen Hartz-IV-Empfänger wirklich merken.

Klar müssen wir als Kunde dafür einstehen, dass diejenigen, die unsere Konsum- und Luxusgüter produzieren, dass zu fairen Bedingungen können. Aber, wir dürfen nicht nur nach Rumänien, Portugal, China, Indien und Vietnam sehen. Es gibt genug Menschen in unserer direkten Umgebung, teilweise in unseren Familien, die im Arbeitsleben alles andere als fair behandelt werden. Davon zeugen Hunderttausende Arbeitnehmer, die trotzt festem Job auf staatliche Beihilfen angewesen sind.

Ich gehe jetzt Brötchen bei meinem Bäcker kaufen. Die kosten allerdings einige Cent mehr als aus dem Backshop.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 11.09.2013

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