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Aufgespießt: PS-Monster oder Elektromobil?

(Helmut Harff / Chefredakteur) Frankfurt/Main ist im IAA-Fieber.Nach dem an den ersten Tagen rund 11.000 Journalisten die Messehallen bevölkerten, sind die Pforten seit einigen Tagen für "Otto Normal-Autofahrer" geöffnet.

Die Automobilisten aus dem In- und Ausland drängeln sich zwischen Nobelkarossen, Concept-Cars, SUVs, Familienkutschen und Elektromobilen. Ja, die Elektromobile. Denen galt auch die Aufmerksamkeit von Kanzlerin Angela Merkel. Sie wiederholte ihre Forderung, wohl eher ihre Wunschvorstellung, dass in wenigen Jahren eine Millionen Autos mit Elektroantrieb in Deutschland zugelassen sein sollen. Der Wunsch erscheint genau so fromm, wie der von Peer Steinbrück, nächster Kanzler dieses Landes zu werden. Doch Wunder soll es ja immer wieder geben.

Wirft an einen Blick in die Messehallen der Rheinmetropole, verfolgt man die Berichterstattung in den Medien, so haben viele Aussteller Mobile mit Elektroantrieb auf die Messe gebracht. Doch das Interesse an dieser Art von Autos ist vergleichsweise gering. Die dicksten Menschentrauben sind vor den Superschlitten, vor dem PS-Monstern und vor den Concept-Cars zu finden. Das Auto, das ist noch immer ein wichtiges - für viele das wichtigste - Statussymbol. Mit seinem Auto zeigt Mann - Frau auch - was er für ein Kerl er ist, beziehungsweise, was er für ein Kerl sein will.

Beispiele gefällig: Der Reichtum ablehnende Papst Franziskus freute sich darüber, dass man ihm einen alte R4 schenkte. Grünen-Aushängeschild Hans-Christian Ströbele schwingt sich auf sein Dienstrad. Das ist übrigens keines der 6000 Euro teuren Superbikes. In seinem Berliner Wahlkreis müsste er dafür sicherlich zwei Bodygards einstellen.

Doch zurück nach Frankfurt: Klar sehen sich die Besucher genau wie die Journalisten und die Kanzlerin die ausgestellten Elektromobile an. Es gibt sicherlich auch interessantes zu sehen. Doch zur Messe sind die meisten - sicherlich auch die Kanzlerin - mit einem stinknormalen (Achtung Wortspiel) Auto angereist. Der eine oder andere kurvte auf der Suche nach einem Parkplatz auch mit einem Hybrid-Auto lange herum. Auf dem sucht man nicht nur in Frankfurt - in dem am Main und dem an der Oder - Elektromobile vergebens.

Elektroautos sind zwar politisch korrekt, aber sie sind bis auf wenige Ausnahmen nicht wirklich sexy. Und, sie sind auch noch nicht wirklich praxistauglich. Ja, für Menschen in Ballungszentren und Großstädten wie Berlin, München, Hamburg oder dem Großraum Bonn, Köln, Düsseldorf macht ein Elektroauto vielleicht schon Sinn. Da fährt kaum jemand mehr am Stück, als eine Batterieladung hergibt. Doch gerade in diesen Regionen macht ein Auto für kurze Strecken ohnehin kaum Sinn. Nahverkehrsmittel oder auch die gelegentliche Taxifahrt sind allemal billiger und umweltfreundlicher als jedes Elektromobil.

Alle anderen, die längere Strecken mit dem Auto zurücklegen (müssen), hilft ein Elektroauto nur begrenzt weiter - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Da verwundert es wenig, dass auf der IAA andere als die Elektrofahrzeuge im Fokus des Besucherinteressen stehen.

 


Veröffentlicht am: 16.09.2013

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