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Morgengruß von Helmut Harff: Wahl-O-Mat

In Wahlkampfzeiten ist er wieder in aller Munde - der Wahl-O-Mat. Mit seiner Hilfe kann jeder ergründen, welche Partei am ehesten seinen politischen Vorstellungen entspricht. Das haben seit 2002 fast 25 Millionen Menschen ausprobiert. Ich habe das gestern mal getestet.

Das Ergebnis war nicht wirklich verwunderlich, aber wenig hilfreich. Ich gebe es zu, ich weiß noch immer nicht ganz genau, wer am kommenden Sonntag meine Erst- und Zweitstimme bekommt. Sicherlich werde ich beide Stimmen weder Parteien am linken oder rechten Rand geben. Auch irgendwelche "Exoten" können nicht mit meiner Stimme rechnen. Doch für wen vote ich nun?

Der Wahl-O-Mat meint, dass meine politischen Ansichten am ehesten von der SPD und den Grünen vertreten werden. Doch ist das wirklich so? Nach dem Wahl-O-Mat tun sie das zu jeweils zu 67,1 Prozent. Das ist nicht viel Übereinstimmung. Eigentlich ist es für mich viel zu wenig. Zumal selbst die CDU noch nach der FDP auf 52,6 Prozent kommt. Ich muss mir also schon selber eine Meinung erarbeiten.

Doch was sagt der Wahl-O-Mat noch? Mir sagt er - und das wusste ich auch schon - dass sich die Parteien kaum von einander unterscheiden. Dabei zeigte doch die Bayernwahl am vergangenen Sonntag, dass klare Kante zeigen erfolgreich sein kann. Zumindest wird das Horst Seehofer und die CSU bestätigen. Selbst die SPD konnte zulegen. Wer allerdings immer nur verspricht oder das Ohr so gar nicht an der Masse hat, wird abgestraft. Fragen Sie mal die Grünen oder die FDP.

Doch was ist da in der Politik, in dem Land und mit uns los? Wollen wir wirklich einen Einheitssoße? Wollen wir eine Einheitspartei mit mehreren Politbüros? Wozu brauchen wir noch eine Regierung und eine Opposition, wenn alle für die gleichen oder zumindest sehr ähnlichen Positionen stehen? Müssen wir dann überhaupt noch wählen gehen?

Ja, wir müssen wählen gehen. Ansonsten überlassen wir das Feld immer denen, die wir nun gar nicht wollen. Wir müssen uns aber auch mehr einmischen, selber Kante zeigen. Sind wir wirklich ein Land voller Ökos, die nur noch dann das Licht anmachen, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint? Wollen wir nur noch glücklichen Hühnern die Eier klauen und ebensolchen Schweinen die Kehle durchschneiden? Wo sind die Bürger geblieben, die gegen den Strom schwimmen? Wo sind Politiker, die gegen den Strom schwimmen? In Bayern zum Beispiel und dort regieren sie zukünftig ganz allein.

Der Wahl-O-Mat ist ein ganz nettes Spielzeug in Wahlzeiten. Für mich war er nicht hilfreich.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und denke weiter darüber nach, wer meine Stimmen verdient hat.

Ihnen wünsche ich auch heute ein genussvolle Frühstück. Probieren Sie den Wahl-O-Mat doch mal aus.

 


Veröffentlicht am: 17.09.2013

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