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Morgengruß von Helmut Harff: Flohmärkte

Für viele Menschen gehört zu den Sonntagsvergnügungen ein Besuch auf dem Trödelmarkt. Hier kann man nach Herzenslust stöbern, nach Schätzen suchen, feilschen und so manches Schnäppchen machen. Doch die Trödelmärkte scheinen zumindest in Berlin auszusterben.

Ihre Stelle nehmen zunehmend Flohmärkte ein. Es gibt ganz normale Flohmärkte, Nachtflohmärkte, Kinderflohmärkte und Familienflohmärkte. Wieso eigentlich Flohmärkte? Haben die hier verkauften Sachen Flöhe? Gibt es Kaffeemühlen-Flöhe? Haben alte Lampen, Bestecke oder Fahrräder Flöhe?

Als ich das erste Mal von einem Trödelmarkt hörte, der zu einem Flohmarkt mutierte, dachte ich, dass es ist zu einem Flohbefall gekommen oder es gibt keinen Trödel mehr. Doch wer würde so etwas zugeben? Mein zweiter Gedanke war, dass es hier vielleicht jetzt Zubehör für Flohzirkusse gibt. Vielleicht kann man ja auch Flöhe kaufen, um seine Mitmenschen damit zu ärgern oder unliebsame Mieter los zu werden.

Doch wozu gibt es gesonderte Märkte für nachtaktive Flöhe oder ganz junge? Macht es Sinn, ganze Flohfamilien zu kaufen? Richtig sinnvoll ist das nicht. Nicht viel sinnvoller meine Befürchtung, dass man auf diesen Märkten Flöhe von Kindern oder ganzen Familien erwerben kann.

Ich wollte es genauer wissen und ging am nächsten Sonntag auf den Flohmarkt. Doch was war das? Hier gab es genau die Dinge, die mich seit Jahren auf dem Trödelmarkt  begeisterten. Ich kannte die Händler und denn Imbissbetreiber. Nirgendwo gab es Flöhe, dafür Trödel ohne Ende. Ja, ich wurde sogar fündig und kaufte eine alte Aktie, die in meiner Sammlung historischer Wertpapiere noch fehlte.

Doch ich wollte es genau wissen und fragte, ob es jetzt neben Trödel auch lebende Flöhe gäbe. Das hörte man gar nicht so gern. Schließlich will sich niemand diese nicht gerade possierlichen Tierchen ins Haus holen.

Warum aus dem Trödel-  nun ein Flohmarkt geworden ist, konnte mir keiner so richtig beantworten. Vielleicht stimmt ja, was mir eine Standbetreiberin sagte. Sie meinte, dass möglicherweise ein PR-Berater dem Marktbetreiber einen Floh ins Ohr gesetzt hat. Das macht Sinn.

Ich habe genug von Flöhen und gehe jetzt Frühstücken.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Vielleich treffen wir uns ja auf dem Trödel-, pardon, auf dem Flohmarkt.

Eine dringende Bitte: Gehen Sie wählen. Geben Sie dieses Recht nicht her. Wählen ist nicht unbedingt ein Genuss, aber weit, weit mehr als ein notwendiges Übel.

 


Veröffentlicht am: 22.09.2013

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