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Morgengruß von Helmut Harff: Lobbyisten

Ich war gestern Gast der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Arzneimittelhersteller. Kein Neid, es gab kein Tütchen mit Aspirin und Co., aber einige interessante Einblicke.

Erstaunlich war für mich vor allem, dass der Vorsitzende des Lobbyverbandes der Arzneimittelhersteller beklagte, dass die Politik nicht so will, wie es sich die Industrie vorstellt. Welche Maßnahmen der Regierenden den Produzenten nicht gefallen hat, listete er auf. Damit zeigte er aber auch - zumindest aus meiner Sicht - an welchen Stellen sich die Lobby der nicht gerade armen Arzneimittelhersteller nicht oder zumindest nicht ausreichend durchsetzten konnte. Ob das auch der Grund für den Wechsel an der Spitze des Verbandes war?

Mich machte das nachdenklich. Mir fiel ein, wie erfolglos die Tabaklobby bei der Bekämpfung oder zumindest Abschwächung des Nichtraucherschutzgesetzes agierte. Hier gab es augenscheinlich ein Versagen auf ganzer Strecke. Ob man das bedauert oder nicht, muss jeder für sich entscheiden.

Doch wie groß ist eigentlich die Macht der immer wieder gescholtenen Lobbyverbände? Sicherlich nehmen die einen entscheidenden Einfluss auf politische Entscheidungen. Doch wenn die eine Lobbygruppe ihre Ansicht durchsetzten will, so stehen dem sicherlich einige entgegengesetzte Forderungen anderer Lobbyverbände gegenüber. Ich kann mir das Hauen und Stechen hinter den Kulissen angesichts von 5.000 Verbänden, die in Deutschland die politische Interessen verfolgen (sagt Wikipedia), vorstellen.
 
Da ist es sicherlich kein einfacher Job (kein Mitleid), die Wünsche und Forderungen einzelner Interessengruppen so durchzusetzen, dass man nur auf Erfolge verweisen kann. Doch das ist auch gut so, denn damit reguliert sich der Markt der Interessenvertreter zumindest teilweise selber.

Wenn Sie nun fragen, ob die nicht so optimal gelaufene Lobbyarbeit des Bundesverbandes der Arzneimittelhersteller die Mitgliedsbetriebe an den Rand des Ruins gebracht hat, den kann ich beruhigen. Die Unternehmen klagen angesichts einer Rendite zwischen 10 und 20 Prozent auf recht hohem Niveau.

Ich mache mir jetzt ein gesundes Frühstück. Dann spare ich mir (hoffentlich) den Gang zur Apotheke.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und beste Gesundheit.

 


Veröffentlicht am: 26.09.2013

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