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Morgengruß von Helmut Harff: Marathonmann

In Berlin läuft, während ich hier am Rechner sitze, die 40. Auflage des Berlin-Marathons. Das Wetter ist top, die Sonne scheint und es sind 10 Grad. Tolle Bedingungen. Schade nur, dass ich nicht dabei bin. genussmaenner.de-Leser der ersten Jahre wissen vielleicht noch, dass ich einmal zum erlauchten Kreis der Laufverrückten gehörte. Dreimal lief ich beim Marathon in der Hauptstadt durch das Ziel hinter dem Brandenburger Tor. Ein Erlebnis, dass mir keiner mehr nehmen kann.

Immer wieder werde ich gefragt, warum man so etwas macht. In meinem Fall war es wohl eine Möglichkeit, die körperlichen Umstellungen während männlichen Wechseljahre zu kompensieren. Der eine legt sich eine jüngere Frau oder einen tiefer gelegten GTI zu, andere Menschen laufen.

So ein Marathon ist schon etwas ganz spezielles. Er verlangst vor allem in der Vorbereitung viel Disziplin. Man trainiert Monate, in meinen Fall fast zwei Jahre , bevor man sich auf die gut 42 Kilometer lange Strecke begibt. Mindestens viermal die Woche geht es auf die Laufstrecke oder (bei Mistwetter oder Eis) auf das Laufband. Dazu kommen noch zwei wöchentliche Trainingseinheiten im Fitnessstudio und diverse Stadtläufe von 10 Kilometern bis zum Zweidrittel-Marathon. Mehr trainieren viele Profisportler nicht. Bei mir kam mit nach rund 30 sportfreien Jahren und mit über 50 immerhin noch eine Zeit von knapp 4 Stunden raus. Ich war und bin darauf noch immer Stolz.

Doch was hat das gebracht, wollen immer noch Menschen von mir wissen. Das ist eigentlich ganz einfach zu beantworten. Ich weiß jetzt, dass ich Dinge kann, von denen ich zuvor glaubte, dass ich dazu nie in der Lage sei. Wer es jemals geschafft hat, die Finisher-Medaille beim Marathonlauf umgehangen zu bekommen, der weiß, dass er vieles Erreichen kann. Ich glaube, nein ich bin mir sicher, dass ich genussmaenner.de nicht zu dem gemacht hätte, was es jetzt ist, ohne diese Marathonerfahrung.

Das damalige Training und die drei Monster-Läufe haben mir aber auch gezeigt, dass man seine Grenzen erkennen muss. Ich habe gelernt, auf meinen Körper zu hören. Wenn der Nein sagt, dann meint der das auch so. Das ist der Grund, warum ich mich wohl nie wieder auf die 42-Kilometer-Distanz begeben werde. Der Körper sagt mir: Mach das nie wieder, das ist mir zu viel! Das heißt ja nicht, dass ich nicht weiter laufe, aber mit deutlich weniger ambitionierten Zielen.

Für mich war und ist die Teilnahme und vor alles das Training für einen Marathonlauf so etwa wie eine Schule des Lebens. Man erfährt sehr viel über sich, über seine Leistungsfähigkeit und seine Leistungsgrenzen.

Ich gehe jetzt Frühstücken und danach werde ich die Hobby-Athleten an der Strecke anfeuern. Dann sind die Sieger längst geduscht.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Sonntagsfrühstück und viel Spaß beim Joggen.

 


Veröffentlicht am: 30.09.2013

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