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24.04.2017

 

 

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Immer mehr Menschen genießen fleischfrei

(humannews) Am 1. Oktober wird der internationale "Weltvegetariertag" gefeiert. Er wurde anlässlich des Welt-Vegetarier-Kongresses 1977 in Schottland von der "North American Vegetarian Society" eingeführt, findet seither immer am 1. Oktober statt und erinnert jedes Jahr an die Vorteile einer fleischfreien Lebensweise. Aus diesem Anlass bietet der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) einen Rundumblick auf aktuelle Zahlen und Entwicklungen.

In Deutschland leben mittlerweile sieben Millionen Vegetarier, das sind etwa 8 bis 9 Prozent der Bevölkerung. Mindestens 800.000 Menschen davon ernähren sich vegan, Tendenz steigend. Nach einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg hat sich die Zahl der vegetarisch lebenden Menschen seit 1983 mehr als verfünfzehnfacht. Damals ernährten sich nur etwa 0,6 Prozent der Bevölkerung vegetarisch.

Boom vegetarischer Produkte – Immer mehr Veggie-Existenzgründer?

Der Anstieg im Konsum vegetarischer Produkte zeigt den Boom, den die vegetarische Lebensweise weiterhin erfährt. Das Wachstum im Marktsegment vegetarischer Teilfertigprodukte im Lebensmitteleinzelhandel ist so hoch wie nie zuvor. Der Umsatz hat sich innerhalb von vier Jahren nahezu verdreifacht. Aktuell ist ein Umsatzplus von 34 Prozent zu verzeichnen. Die Nachfrage nach vegetarisch-veganen Produkten und Dienstleistungen wächst rasant. Vorreiter verschiedener Branchen haben den Veggie-Trend längst erkannt und bieten ihren Kunden eine immer breitere Produktauswahl.

Neben dem Naturkostfachhandel bietet auch der klassische Lebensmitteleinzelhandel seinen Kunden in Supermärkten und Discountern ein entsprechendes Angebot. Die Veggie-Gründerszene expandiert und bietet viele Karrierechancen. Für Existenzgründer gibt es Möglichkeiten, sich speziell auf die Gründung eines vegetarisch-veganen Unternehmens zu fokussieren.

Restaurants, Cafés und vegetarische Kochbücher?

In jeder mittelgroßen Stadt Deutschlands gibt es mittlerweile vegetarisch-vegane Cafés und Restaurants. Allein in Berlin gibt es über 50 vegetarische Gastronomiebetriebe – von Fastfood bis hin zu Gourmetspeisen. Auch bei der Kochausbildung tut sich einiges. Das VEBU-Projekt "Vegucation" setzt sich seit Oktober 2012 für die Aus- und Weiterbildung vegetarischer Köche ein. Für Veggiefreunde, die lieber daheim zum Kochlöffel greifen, mangelt es nicht an Rezepten. Stetig wächst die Zahl der vegetarischen und veganen Kochbücher. Sie beherrschen aktuell die deutschen Bestsellerlisten.

Jung und gebildet?

Der typische Vegetarier ist weiblich, jung, überdurchschnittlich gebildet und lebt in der Großstadt. Dies ergab die Vegetarierstudie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter 4.000 vegetarisch und vegan lebenden Menschen. Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des VEBU und der Firma Tofutown kam außerdem zu dem Ergebnis, dass in Deutschland aktuell 42 Millionen sogenannter "Teilzeitvegetarier" bzw. "Flexitarier" leben. Knapp zwei Drittel aller Frauen und 38 Prozent der Männer sind laut eigenen Angaben bereits "Teilzeitvegetarier".

Ethische Gründe spielen die größte Rolle?

Die Gründe, warum sich immer mehr Menschen für eine fleischfreie Ernährung entscheiden, sind vielfältig. Tierliebe und Kritik an der Massentierhaltung, der Wunsch nach aktivem Klima- und Umweltschutz, die Problematik des Welthungers sowie Lebensmittelallergien oder andere gesundheitliche Probleme spielen eine Rolle. Die am häufigsten angegebenen Gründe für eine vegetarische Lebensweise sind moralisch-ethischer Natur.

Vegetarier leben gesünder und länger?

Eine ausgewogene Ernährung vorausgesetzt, haben vegetarisch lebende Menschen einige Gesundheitsvorteile. Eine Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine hat zwölf Jahre lang den Gesundheitszustand von Vegetariern mit dem von Mischköstlern verglichen. Das Ergebnis: Wer sich fleischfrei ernährte, hatte niedrigere Blutdruck- und Blutfettwerte, eine bessere Nierenfunktion und ein gesünderes Körpergewicht. Die Sterberate bei den Vegetariern war um 20 Prozent und die Krebstodesrate sogar um 40 Prozent niedriger als bei der fleischessenden Kontrollgruppe. Zudem leben Vegetarier statistisch gesehen allgemein gesünder. Sie rauchen seltener, trinken weniger Alkohol und bewegen sich mehr als die Durchschnittsbevölkerung. Bewusste Vegetarier haben so die Aussicht auf ein gesünderes und ein längeres Leben.

Vegetarisch für Klima und Umwelt – Teller statt Trog?

Pro Jahr und Person werden in Deutschland rund 60 Kilogramm Fleisch verzehrt. Wenn alle Bundesbürger einen fleischfreien Tag in der Woche einlegen, werden pro Jahr rund 688 Millionen Kilogramm weniger Fleisch gegessen. Zum Vergleich: Um 1 Kilogramm Rindfleisch zu produzieren werden 15.500 Liter Wasser benötigt, mehr als zehn Mal so viel wie für ein Kilogramm Brot. Verglichen mit einer Ernährung, die Fleisch beinhaltet, verbraucht eine vegetarische Ernährung über eine halbe Million Liter Wasser weniger pro Jahr. Ein fleischfreier Tag in der Woche ist ein guter Anfang.

Nach einer Studie der FAO (Landwirtschaftsorganisation der UNO) ist die sogenannte Nutztierhaltung zu rund einem Fünftel für den Treibhauseffekt verantwortlich. Viehzucht schädigt das Klima damit stärker als der gesamte Verkehrssektor. Der Ressourcenverbrauch für die Viehhaltung ist immens. Insgesamt werden rund 90 Prozent der Zerstörung des tropischen Regenwaldes durch Massentierhaltung verursacht. Alle zwei Sekunden wird ein Waldgebiet von der Größe eines Fußballfeldes zerstört – größtenteils für die Neugewinnung von Weideflächen und zum Futtermittelanbau. Der Wasserhaushalt, das Klima und der Kohlendioxidgehalt der Luft werden nachhaltig verändert. ?

Für ein Kilogramm Fleisch werden 7 bis 16 Kilogramm Getreide oder Sojabohnen benötigt. Auf der Fläche, die man für die Erzeugung von einem Kilogramm Fleisch benötigt, könnten im selben Zeitraum 200 Kilogramm Tomaten oder 160 Kilogramm Kartoffeln wachsen. Rund 50 Prozent der weltweiten Getreideernte und 90 Prozent der globalen Sojabohnenernte werden an sogenannte "Nutztiere" verfüttert. Potenzielle Nahrungsmittel landen so im Trog statt auf dem Teller.

Quelle: VEBU – Vegetarierbund Deutschland

 


Veröffentlicht am: 01.10.2013

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