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Wintergrillen



Verschneiter Kugelgrill steht auf der Terrasse (UteZimmermann/pixelio.de)

Weitläufig ist die Meinung, dass die Grillsaison eine sommerliche Erscheinung ist. Immer mehr Grillfans lassen aber auch außerhalb der typischen Grillzeit - zwischen Ostern und Oktober - die Roste glühen. Wintergrillen nennt sich diese Art der Essenszubereitung. Doch was ist anders, wo sind Stolperfallen beim deftigen Winterschmaus vom Grill.

Wer meint den Gas- oder Kohlegrill einfach in die Wohnung stellen zu können, der irrt sich gewaltig. Auch wenn es sich auf dem Grill ohne nennenswerte Rauchentwicklung brutzeln lässt, birgt der Einsatz im Haus Gefahren. Das größte Problem ist das Kohlenmonoxid, welches beim Grillen freigesetzt wird. Während es sich im Freien schnell verflüchtigen kann, steigt die Konzentration des farb- und geruchslosen Gases im Innenbereich schnell an. Das Gefährliche am Kohlenmonoxid ist, dass es unbemerkt zu einer Erstickung führt. Es lagert sich anstelle von Sauerstoff an roten Blutkörperchen an und lässt diese nicht mehr los. So ersticken Betroffene - obwohl sie ganz normal weiteratmen - innerlich.

Für den winterlichen Grillspaß sollten daher in Innenbereich Elektrogrills genutzt werden. Hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Der klassische Elektrogrill mit Heizspirale unter dem Grillrost kann wie ein gewöhnlicher Kohle- oder Gasgrill eingesetzt werden. Das würzige Raucharoma fehlt hier zwar, kann jedoch durch die geschickte Wahl von BBQ-Saucen und Marinaden ersetzt werden. Eine andere Alternative sind Kontaktgrills. Ähnlich wie Toaster oder Panini-Maker wird das Grillgut zwischen zwei antihaftbeschichteten Platten gegrillt. Die kommt die Hitze besonders schnell ins Grillfleisch oder -gemüse. Zudem wird austretendes Fett in Auffangschalen gesammelt und kann nicht wie beim direkten Grillen auf dem Kohle- oder Gasgrill in die Glut tropfen.

Teppanyaki und Co.

Die japanische Art zu Grillen. So könnte man das Teppanyaki beschreiben. Auf einer heißen Stahlplatte werden leckere Gerichte zubereitet. Diese Art der Zubereitung wird auch in Europa beliebter. Streng genommen ist das Teppan kein Grill im eigentlichen Sinne. Es erinnert mehr an die Zubereitung in einer Pfanne. Ähnlich sieht es bei den anderen Alternativen wie Raclette oder Fondue aus. Auch diese beiden Varianten können nicht mit klassischen Grills mithalten, haben jedoch ihren ganz eigenen Charme. Wer aber auch in der dicksten Winterjacke fröstelt und keinen Elektrogrill besitzt sollte vielleicht genau diese Möglichkeiten ins Auge fassen.

Für all diejenigen, denen der Elektrogrill nicht schmeckt und die lieber auf Kohle und Gas setzen, gibt es einige Punkte zu beachten. Damit der winterliche Grillgenuß im Freien nicht zur Fröstelpartie wird, ist warme Kleidung Pflicht. Wem die Winterhandschuhe zu klobig und unhandlich sind, kann sich mit Latexhandschuhe, wie sie Tätowierer tragen, helfen. Diese halten die Finger warm und sauber.
 

Auf dem Grill kann fast alles: Fleisch, Fisch und Gemüse (PetraBork/pixelio.de)

Soll im Garten oder auf der Terrasse nicht nur gegrillt sondern auch gegessen werden, kann bei der Wahl der Gewürze und Saucen bewusst etwas mehr Schärfe von der Partie sein. Eine feurige Chilisauce beispielsweise wärmt von innen. Der kühle Gerstensaft sollte nicht unbedingt das Getränk der Wahl sein. Ein heißer Glühwein oder Punsch passt nicht nur gut in die Jahreszeit, sondern wärmt auch kalte Finger.

Auf die Mischung kommt es an

Beim Kohlegrill raten Grillexperten zu einer Kombination aus Holzkohle und Grillbriketts. Die Holzkohle ist schneller entfacht und Briketts halten länger die Hitze. Am schnellsten geht das Anzünden mit einer Anzündhilfe. Diese sind im Prinzip Metallrohre, die durch den Kamineffekt die Kohlen schnell zum Glühen bringen.
 

Grillkohlebriketts werden angezündet (PixelWookie/pixelio.de)

Wichtig ist, dass der die Kohlen oder Briketts erst nachdem auch auf der obersten Schicht eine weißgraue Ascheschicht gebildet hat, aus der Anzündhilfe in den Grill entleert werden. Von der Verwendung von Brennspiritus und anderen entzündlichen Flüssigkeiten raten dringend ab. Denn einerseits ist die Nutzung gefährlich und der Geschmack des Gegrillten leidet erheblich darunter.

Eine runde Sache: Kugelgrill

Die Besitzer eines Kugelgrills haben es gut. Durch die indirekte Grillmöglichkeit kann das Grillgut unter der Haube schonend brutzeln während sich der „Grillmeister“ im Warmen aufhält und nur zum Wenden sich an den Grill stellt. Die Entstehung des Weber Kugelgrills ist auf den Misserfolg beim Grillen auf einem gemauerten Grill im Winter zurückzuführen. Firmengründer George Stephen erkannte das Problem und schnitt eine Metallboje in der Mitte auf, füllte den unteren Teil mit Kohle und setzte die andere Hälfte als Deckel wieder oben drauf. So verwundert es nicht, dass Menschen in Chicagos Eisstürmen grillen.
 

Gegrilltes Fleisch mit Grillmarken (BrandtMarke/pixelio.de)

Nutzern eines Smoker-Grills wird empfohlen schon heißes Wasser in die Schale einzufüllen, damit dies nicht noch durch die glühenden Kohlen erhitzt werden muss. Auf dem Markt sind auch einige Gasgrills verfügbar, die das indirekte Grillen erlauben. So kann das Fleisch auch über längere Zeit gegrillt werden, wobei der Grillvorgang eher einem Backen im Ofen ähnelt. Die Hitze bleibt durch den geschlossenen Deckel länger erhalten und entweicht nicht so schnell wie beim direkten Grillen mit geöffneter Haube.

Der Komfortable: Gasgrill

Eine der komfortabelsten Arten zu grillen stellt der Gasgrill dar. Auf Knopfdruck ist der Grill an und schon kann auch im Winter losgegrillt werden. Doch es gibt ein großes „aber“, denn wenn die Temperaturen unter dem Nullpunkt liegen, kann es sein dass der Grill kalt bleibt. Falls die Gasflasche eine Butan-Füllung hat, wird der Grill streiken. Campingfreunden dürfte das Problem bekannt sein. Das Gas bleibt unter dem Gefrierpunkt flüssig und lässt sich nicht dazu verleiten aus der Flasche in den Brenner zu strömen. Abhilfe schafft hier eine Propan-Füllung in der Gasflasche. Die ist bis rund minus 40 Grad einsetzbar.

Beachtet man einige „Spielregeln“ kann der Grill auch in der kalten Jahreszeit für einen deftigen Winterschmaus genutzt werden. Ob lieber in den eigenen vier Wänden oder im Garten, das kommt ganz auf die Vorlieben der Grillkünstler an.

Beitrag geschrieben von Florian Boxberg / casando.

 


Veröffentlicht am: 14.10.2013

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