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Morgengruß von Helmut Harff: Glaube

Das Thema Glaube und Kirche steht wieder mal im medialen Aufreger-Interesse. Doch mir geht es nicht um Skandale oder Finanzen der Kirchen. Mir geht es auch nicht um den Islam. Mir geht es um uns. Es geht mir heute um unseren Glauben. Ich beobachte, dass uns der Glauben seit Jahren immer mehr abhanden kommt.

Wir kehren immer mehr den Kirchen den Rücken. Die Berufsgläubigen haben auf die fortschreitende Säkularisierung  kaum eine Antwort - wenn man Skandale und Skandälchen nicht dazu zählt. Das mag man bedauern und es wird oder hat bereits unsere Gesellschaft bereits verändert.

Was mir aber mindestens eben so viel Sorgen macht, ist, dass wir immer mehr den Glauben an uns selber verlieren. Das ist, davon bin ich überzeugt, der größte vorstellbare Glaubensverlust, der uns überhaupt treffen kann. Verlieren wir den Glauben an uns, werden wir krank, unsere Leistungsfähigkeit und  - und das ist ganz besonders schlimm - unsere Liebensfähigkeit sinkt dramatisch. Ganz besonders schlimm daran ist, dass wir uns selbst nicht mehr lieben können. Wer sich selber nicht mag, wer nicht an sich glauben kann, der hat es auch schwer, daran zuglauben, dass jemand an ihn glaubt. Das ist eine unselige Spirale.

Sicherlich gibt es kein Allgemeinrezept für mehr Glauben an sich selbst. Es gibt keine Bergpredigt, es gibt keine zehn Gebote, es gibt eigentlich gar nichts, an dem man sich festhalten kann. Man hat nur sich selbst und seine Zweifel. Einige kompensieren solchen mangelnden Glauben an sich selbst mit Shopping-Attacken. Das mag unsere Binnenwirtschaft am Laufen halten, uns sicherlich nicht. Andere ziehen sich zurück, vergraben sich regelrecht.

Geht das guten Freunden so, ist Hilfe für solche "Ungläubigen" schwierig. Eines hilft sicherlich nicht: ungefragte Ratschläge. Ganz wichtig ist erst einmal den Freund und seine Selbstzweifel erst zu nehmen. Einfach für den Anderen da sein, ihn immer wieder bestätigen, dass man an ihn glaubt, ist sicherlich hilfreich. Doch es ist eine Gradwanderung. Zuviel "Zuwendung" ist genau so falsch, wie den denjenigen einfach "links" liegen zu lassen. Einfach immer wieder Bestätigung geben, einfach zeigen, dass man an ihn glaubt - viel mehr bleibt häufig nicht.

Ob die Abwendung von den Kirchen, möglicherweise sogar vom Glauben etwas mit den Verlust von Glauben an sich selbst etwas miteinander zu tun haben? Möglich wäre es.

Ich mache mir nun mein frühstücken.

Ihnen wünsche ein genussvolles Frühstück. Passen Sie auf Ihre Freunde gut auf.

 


Veröffentlicht am: 22.10.2013

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