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Morgengruß von Helmut Harff: Freunde

Im Privatleben kann man sich seine Freunde aussuchen. Man knüpft Freundschaften, die ein Leben lang halten und solche, die wie eine Seifenblase platzen. Es gibt sehr enge Freundschaften und solche, die eher loser Art sind. Manchmal knirscht es zwischen Freunden. Ist es wirklich eine Freundschaft, so hält die das aus.

Doch wie ist das zwischen Staaten? In der DDR hatten wir einen Superfreund und der hieß UDSSR. Daneben gab es noch zahlreiche andere "befreundete Staaten" - allesamt aus dem Herrschaftsbereich des Superfreundes. Wir sollten wo immer es geht diesem Freund huldigen. Der zeigte sich jedoch nicht immer freundlich, wollte permanent Schutzgeld.

Und im Westen? Da gab es auch einen großen Freund - die USA. Wie ich von Außen beobachtet, war die Verbindung der Super-Schutz- und Besatzungsmacht zu den Bundesbürgern entspannter als die der DDR-Bürger zur Sowjetunion. Doch war es eine wirkliche Freundschaft oder doch  eine verordnete?

Was von Freundschaften zwischen Ländern zu halten ist, erleben wir immer wieder. Solche Freundschaften sind nicht das, was wir im Privatleben als solche bezeichnen. Freundschaften zwischen Staaten sind Zweckbündnisse auf Zeit. Manchmal entstehen Sie auf Druck von Besatzern, manchmal als Schutz vor anderen Staaten. Doch solche "Freundschaften" sind sehr zerbrechlich. Sieht einer der "Freunde" seine Vorteile, so nutzt er sie.

Das können wir an den aktuellen Spionagefällen ablesen. Die USA, aber auch andere "Freunde", wie die Britten, spionieren ihren "Freund", das ehemals von ihnen besetzte Deutschland hemmungslos aus. Wenn so etwas unter Freunden passiert, so muss man wohl anzweifeln, dass es sich hier wirklich um eine Freundschaft handelt.

Doch warum hält die Politik so krampfhaft daran fest, dass der andere ein Freund ist? Ist das der Effekt, den Facebook sich zu eigenen gemacht hat? Heißt es heute nicht mehr "Viel Feind, viel Ehr" sondern "Viel Freund, viel Ehr"? Ist man heute als Staat und als Politiker besonders erfolgreich, wenn man viele andere Staaten und Politiker als "Freund" bezeichnen kann? Was tun Politiker heute alles dafür, nicht von der Freundschaftsliste des anderen gestrichen zu werden? Erst wenn sie am eigenen Leib merken, dass der "Freund" es gar nicht so gut mit ihnen meint, sehen sie mal genauer hin. Das hat nichts mit Freundschaft, viel mehr mit charakterloser Unterwürfigkeit gegenüber früheren Besatzern zu tun. Brauchen wir solche Freunde überhaupt?

Ich mache mir jetzt ganz mein Frühstück und freue mich auf das Wochenende mit Freunden.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 01.11.2013

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