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Morgengruß von Helmut Harff: Kunstgenuss

Wir leben in keinen guten Zeiten. Egal wo wir hinhören, wir hören von Krisen, Katastrophen und sonstigen unangenehmen Dingen. Die Politik kommt nicht aus den Knick, wir werden von wem auch immer abgehört und ausgespäht, wir leiden unter Stress und haben Bildungsdefizite. Kurz: Mit uns geht es bergab.

Zu dieser Ansicht kann man kommen, wenn man die Presse verfolgt. Doch ist das wirklich so? Gott sei Dank ist dem selbstverständlich nicht (nur) so. Wir leiden nicht nur, wir genießen auch. Davon konnte ich mich gestern wieder einmal überzeugen. Ich wollte mir in der Berlinischen Galerie die Ausstellung "Wien Berlin - Kunst zweier Metropolen" ansehen, in der Bilder von Schiele bis Grosz präsentiert werden. Vorweg: Die Gemeinschaftsausstellung Berlinischen Galerie und der Wiener Galerie Belvedere, angereichert mit zahlreichen Leihgaben, ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Wie ich schon an der Kasse feststellen konnte, war ich nicht der Einzige, der sich für die Exposition interessiert. Mein Presseausweis bewahrte mich vor dem Anstehen. Es freute mach ungemein, dass es so viele Menschen in Museum zieht. Unter den Besuchern war wirklich jedes Alter vertreten. Wie mir eine Mama verriet, ist ihr Nachwuchs gerade 4 Monate alt. Es waren übrigens erstaunlich viele junge Mütter und Väter unter den Besuchern. Von wegen wir sitzen nur noch vor dem Rechner. Selbst Handys waren kaum auszumachen. Als bei einer Frau doch eines auf sich aufmerksam machte, bemühte sie sich mit rotem Kopf, den Störenfried schnell zum Schweigen zu bringen.

Eines fiel mir erst später wieder ein. Man kam mit anderen Besuchern schnell ins Gespräch. Die eine oder andere Bemerkung zu den Werken wurde ausgetauscht. Kunst scheint die Kommunikation anzuregen. Vielleicht macht es ja sogar viel mehr Sinn, Ausstellungen und Galerien zu besuchen, als sich für teures Geld bei einem Datingportal anzumelden. Die Zahl der allein die Ausstellung besuchenden Menschen war ziemlich hoch.

Bei einem abschießenden Besuch im Museumscafé ging mir so einiges durch den Kopf (manchmal passiert mir so etwas). Ich bemerkte wieder einmal, dass ich viel zu wenig das kulturelle Angebot Berlins nutze. Das muss anders werden. Gefreut habe ich mich aber vor allem darüber, dass wir kein Volk von ausgespähten, gestressten Computerfreaks mit maximal mittelmäßigem Bildungsniveau sind, wie man uns gern weiß machen will. Wir sind noch immer ein Volk der Dichter und Denker. Ich möchte das noch ergänzen: Wir sind auch ein Volk der Genießer. Wir genießen das Leben, den Erfolg im Job und die Genüsse, die uns das Leben bietet. Das ist verdammt gut so!

Ich mache mir jetzt ganz mein Frühstück. Mal sehen, wo ich heute noch hingehe.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und ein erlebnisreiches Wochenende.

 


Veröffentlicht am: 02.11.2013

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