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Morgengruß von Helmut Harff: Geliebte Sklaven

Sklaverei ist allgemein geächtet. Und dennoch gibt es sie - auch mitten in Europa. Wir kennen die Namen der Sklaven, bejubeln oder verdammen sie. Wen ich meine? Unsere modernen Gladiatoren - die hoch bezahlten Leistungssportler, allen voran die Fußballer.

Es gibt wohl kaum einen Job bei uns, in dem man einfach so verkauft werden kann. Klar, bekommen die Fußballer auch etwas von ihrem Kaufpreis ab. Um so höher der ist, um so höher ihr Sklavenlohn. Nun, eines unterscheidet die modernen Gladiatoren von denen im alten Rom: Sie haben sich freiwillig in die Sklaverei begeben.

Klar, eigentlich müssten sich die Sportler selber ihre Vereine suchen können. Doch ist Profifußball, Profisport überhaupt noch Sport? Klar, die Akteure bieten - wenn alles gut läuft - sportliche Höchstleistungen auf dem Feld. Und doch, Profifußball ist längst Teil der Entertainment-Wirtschaft geworden. Man setzt Jahr für Jahr Milliarden Euro um und viele verdienen sich deutlich mehr als eine goldene Nase.

Fußball ist ein Geschäft wie jedes andere auch. Da muss es niemand wirklich verwundern, wenn es in diesem Bereich wirkliche Sklaven gibt. Ich meine jetzt die Wanderarbeiter auf den WM-Baustellen in Scheichtum Katar, dem nächsten Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft. Wer da jetzt Krokodilstränen über die armen Arbeiter weint, lebte entweder die letzten 50 Jahre als Einsiedler oder ist ein Heuchler.

Nur weil die Arbeiter jetzt für einen Hungerlohn auf den WM-Stadien schuften, bemerkt sie überhaupt jemand. Doch die Wanderarbeiter haben schon vorher auf vielen Baustellen gearbeitet, auf denen sie wie Sklaven gehalten wurden. Nun, wo es um unser Lieblingssport Fußball geht, ist die mediale Aufregung groß. Bei so viel Heuchelei kommt mir der noch nicht getrunkene Frühstückskaffee hoch.

Hallo: Profifußball ist ein Milliardengeschäft. Wenn es dabei nicht (fast) nur ums Geld ginge, wieso hat man dann die Fußball-WM an die milliardenschweren Scheichs vergeben? Die Antwort ist ganz einfach: Weil die FIFA ein ebenso milliardenschwerer Konzern zu Vermarktung des Entertainment-Paketes Fußball ist.

Übrigens finanzieren wir alle diesen Milliarden-Wahnsinn dank der Zwangsabgabe GEZ-Gebühr auch noch mit.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Übrigens: Ich gehe am liebsten zu kleinen Vereinen ins Stadion. Da ist Fußball noch kein Geschäft und ich bin wirklich hautnah dabei.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 21.11.2013

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