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Morgengruß von Helmut Harff: Mäuschen sein

Haben Sie nicht auch einmal den Wunsch verspürt Mäuschen zu sein? Einmal unentdeckt dort dabei zu sein, wo es so richtig spannend ist? Ich möchte das hier und da schon mal.

Aktuell möchte in bei den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und SPD in Berlin Mäuschen spielen. Was machen die Politiker da wirklich? Nach Außen tun sie ja so, als ob man sich mal streitet, sich mal an die Gurgel geht und mal miteinander schmust. Doch ist das wirklich so? Schreien sich Seehofer und Gabriel wirklich an? Gehen sich Merkel und Nahles vielleicht sogar gegenseitig an die Frisur? Werfen die mit Schnittchen oder beleidigen sich die Politiker?

So richtig will ich mir das nicht vorstellen. Bei den Verhandlungen kommen Machtmenschen zusammen, die gern ganz oben - sprich in Regierungsverantwortung - mitspielen wollen. Sie müssen für ihre jeweilige Klientel einiges zum Ende der Verhandlungen zu  bieten haben. Die SPD-Politiker haben es noch schwerer. Sie müssen ihrer Basis einen Koalitionsvertrag vorlegen, den diese mitträgt.

Doch eigentlich geht es um das eigene politische Überleben. Politiker, die es in die Verhandlungsgruppen der Parteien geschafft haben, sind wie gute Schachspieler. Sie denken immer einige Züge - die heißen in diesem Fall Wahlen - voraus. Da gibt es viel zu beachten und vorauszudenken. Man will nicht ins Abseits geraten, man will sich nicht blamieren, nicht zum Schluss den Schwarzen Peter in der Hand halten.

Ich glaube, wenn ich bei den Koalitionsverhandlungen als Mäuschen teilnehmen würde, müsste ich auf zwei keifende Frauen (Merkel und Nahles) oder zwei sich anschreiende Männer (Seehofer und Gabriel) verzichten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man bei den Verhandlungen eher taktiert, versucht den anderen ganz subtil über den Tisch zu ziehen. Ich bin überzeugt davon, dass solche Verhandlungen das große Dealen sind. Da geht es sicherlich zu wie auf einem sprichwörtlichen orientalischen Markt.

Allerdings gilt bei den orientalischen Händlern das Wort und der Handschlag. Wie wir wissen, gilt bei Koalitionen nicht einmal der unterschiebene Koalitionsvertrag. Wer auf einem Basar gegen Absprachen verstößt, dem bestraft nicht nur das Leben. Wir können unsere Politiker erst wieder bei der nächsten Wahl bestrafen. Merken wir uns doch wirklich mal, was sie uns so versprechen. Dazu muss, dazu darf man kein Mäuschen sein.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Ach ja, vielleicht hat je jemand Beziehungen zur NSA. Die wissen doch sicherlich, was und wie da so verhandelt wird.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 22.11.2013

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