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Von der Bohne bis zur Tasse

Unter dem Motto „Let’s change coffee. Together.“ ist das Berliner Startup Bonaverde angetreten, die Kaffeewelt zu revolutionieren – mit dem weltweit ersten Filterautomaten, der Bohnen mit einem Knopfdruck nicht nur mahlt und brüht, sondern auch röstet.

Das Bonaverde-Konzept sieht darüber hinaus vor, dass Verbraucher ihre Bohnen direkt vom Erzeuger beziehen und damit vollständige Kontrolle und Transparenz über die Wertschöpfungskette erhalten. Passend dazu wagten die Gründer in Berlin am 14. November 2014 den Weltrekordversuch: für den schnellsten Weg vom Kaffeebauern zur Kaffeetasse.

„Unsere Maschine ermöglicht es dem Verbraucher, den gesamten Prozess der Kaffeezubereitung per Knopfdruck auszuführen, vom Rösten der grünen Bohnen über das Mahlen bis hin zum Brühen“, erklärt Hans Stier, Geschäftsführer von Bonaverde. Das Unternehmen hat bereits 135 Prototypen des Kaffeeautomaten produziert, mehr als 15.000 Menschen haben den frisch zubereiteten Kaffee genossen. „Das Feedback war überwältigend, die Tester loben vor allem den Geschmack und die Bekömmlichkeit“, so Hans Stier weiter. „Das hat uns darin bestätigt, unsere Innovation bis zur Marktreife weiterzuentwickeln.“

Das Konzept zielt aber nicht nur auf den Röst-, Brüh- und Mahlvorgang ab, sondern setzt unmittelbar an der Wertschöpfungskette an. Bonaverde Kunden beziehen die rohen grünen Bohnen direkt vom Bauern, sodass im Vergleich zum herkömmlichen Verarbeitungs- und Vertriebsprozess insgesamt 17 Schritte entfallen. Ein weiterer Vorteil: Die Bohnen werden in Jutesäckchen ausgeliefert, so dass kein Papier-, Plastik oder Aluminiummüll anfällt. Außerdem ist geplant, eine eigene Community ins Leben zu rufen, auf der sich Kaffeebauern und Kaffeeliebhaber austauschen können. „Verbraucher wünschen sich immer höhere Transparenz im Kaffeemarkt, über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg“, sagt Hans Stier. „Unser Konzept bedeutet eine vollständige Abkehr vom etablierten Markt. Wir geben unseren Kunden jetzt auch die vollständige Kontrolle über den Röstprozess und stellen sicher, dass mehr Geld bei den Kaffeebauern ankommt.“

Die Kraft der Massen

Zur weiteren Realisierung des Projekts benötigt Bonaverde jedoch die Röst-Mahl-Brüh-Kaffeemaschinen bei den zukünftigen Nutzern zuhause. „Nur dann kann der Direct-Trade Gedanke Wirklichkeit werden“ verdeutlicht Stier, der zu diesem Zweck gleich mit drei Maschinenherstellern aus Deutschland, USA und Holland Verträge geschlossen hat, die ihm eine erste Serienproduktion schon im Frühjahr 2014 erlauben. Dafür jedoch haben sich die Hersteller eine Mindestbestellmenge von 500 der neuartigen selbst-röstenden Kaffeemaschinen ausbedungen, zusammen ein Gegenwert von 135.000 US Dollar.

Das Unternehmen will nun potenzielle Kunden über das Prinzip des sogenannten Crowdfunding gewinnen und startet dazu am 1. November 2013 eine eigene Kickstarter-Kampagne. Auf www.kickstarter.com können sich Konsumenten beteiligen, indem sie eine der innovativen Maschinen vorbestellen. Der Frühbucher-Preis beträgt dabei 250 US Dollar (180 Euro), ein Einstieg ist aber bereits ab 5 US-Dollar möglich, wenn man das Team von Bonaverde durch bspw. die Adoption eines Kaffeebaumes bei ihrem Partnerfarmer Javier „Henry“ Hueck in Nicaragua unterstützen möchte; es stehen aber auch Finanzierungspakete in Höhe von bis zu 10.000 US-Dollar zur Auswahl, was besonders interessierten Konsumenten neben der Maschinenrevolution auch noch eine Reise zum Kaffeebauern Henry ermöglicht – natürlich zusammen mit dem Gründerteam.

Bonaverde

Bonaverde ist ein kleines Team junger, unternehmerischer Berliner, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Welt des Kaffees zu revolutionieren. 2011 startete Gründer Hans Stier mit einer Vision: Die weltweit erste Kaffeemaschine zu bauen, die Kaffee nicht nur mahlt und brüht, sondern auch röstet. Nun ist es soweit: Mithilfe von Crowdsourcing und Crowdfunding soll die Vision Wirklichkeit werden.

weiterführende Informationen unter:
Bonaverde : bonaverde.com
Jovoto: bonaverde.jovoto.com
Kickstarter: kickstarter.com

 


Veröffentlicht am: 22.11.2013

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