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Morgengruß von Helmut Harff: Ehrenamt

Heute vor 125 Jahren wurde der Arbeiter-Samariter-Bund - kurz ASB - gegründet. Damals trafen sich einige Handwerker und ließen sich darüber informieren, was man bei Unfällen auf dem Bau oder sonstigen Arbeitsstellen tun sollte. Daraus ist eine Organisation mit mehr als einer Millionen Mitgliedern geworden.
   
Selbstverständlich gratuliere ich dem ASB zu seinem Jubiläum. Doch vor allem geht mein Dank den vielen ehrenamtlichen Helfern. Auch ich wurde schon einmal vom ASB gerettet. Ich war mit meinem Paddelboot bei recht unschönem Wetter unterwegs. Als dann ein Gewitter aufzog und der Wind sehr heftig wurde, kenterte ich. Eigentlich nicht das große Problem - nur der Wind machte es schwierig. Kurze Zeit später hatte mich ein Rettungsboot des ASB erreicht. Alles weitere war dann wirklich kein Problem mehr.

Ja, wenn es Leute wie die vom ASB nicht gäbe, die für uns alle ihre Freizeit opfern, hätten wir häufiger Probleme, wären beispielsweise die Wasserrettung kaum möglich. Doch ist es wirklich ein Opfer, was die unzähligen ehrenamtlich tätigen Menschen bringen? Ich erinnere mich noch an das Gespräch mit meinen Rettern. Da war nichts von Opfer, sondern viel mehr von Spaß, von Gemeinschaft, von sinnvollem Leben die Rede.

Ich ziehe meinem Hut vor jedem, der sich ehrenamtlich engagiert. Jeder der das tut, zeigt damit, dass unsere Gesellschaft nicht so kalt, so entsolidarisiert ist, wie gern mal behauptet wird. Auch in der Nach-Spaßgesellschaft geht es nicht nur um das Geld. Sich zu engagieren, ist für viele, sehr viele Menschen ein Recht, dass sie gern wahrnehmen. Es ist ein demokratisches Recht, sich da zu engagieren und organisieren, wo man Spaß hat, wo man sich gebraucht fühlt. 

In Diktaturen ist das nicht möglich, wie die Geschichte des ASB zeigt. Der Sozialdemokratie mehr als nur zugeneigt, verboten die Nazis den Arbeiter-Samariter-Bund. Die DDR hatte auch kein Interesse an einem ehrenamtlichen Engagement im ASB. Man ließ ihn nicht zu. Erst nach der Wende fanden wieder viele Menschen im Osten der Republik den Weg in den ASB. Ich will damit allerdings nicht sagen, dass auch in der DDR viele Menschen ehrenamtlich tätig waren - ganz im Gegenteil. Doch die Organisation musste eben der SED-Führung gefallen.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Dann werde ich dem ASB ein kleines Geschenk machen und eine Spende überweisen

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 29.11.2013

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