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Morgengruß von Helmut Harff: Banker

Ich gestehe, momentan liebe ich die Banker. Nein, ich bin nicht bestochen und auch nicht gegen eine Tresortür gelaufen. Das ich die Banker liebe, hat etwas mit meinem Beruf und mit Ihnen, den Nichtbankern und Nichtjournalisten zu tun.

Ja, ich mag die Banker, weil sie - Verzeihung - so viel Mist bauen. Bisher gehörten wir Journalisten auf der Beliebtheitsskala der Berufsstände mit den Politikern zu den Schlusslichtern. Dort werden uns nun sicherlich die Banker ablösen.

Doch damit hört meine Liebe zu den Bankern auch schon auf. Wobei, die Banker meine ich selbstverständlich nicht. Die Menschen in meiner Bankfiliale mag ich. Die sind, wie die meisten Bankmitarbeiter in diesem Land, freundlich, hilfreich und kompetent. Ich meine die kleine Schar von Investmentbankern und anderen Finanzjongleuren. Ich meine die Herren (gibt es da auch Frauen?), die ohne mit der Wimper zu zucken uns Stück für Stück enteignen - und das nur zum eigenen Vorteil. Wer die meiste "Kohle" für die Bank macht, der bekommt die höchsten Boni in Millionenhöhe.

Wer das tut, ist zumindest aus meiner Sicht kriminell, denn er bestiehlt uns. Das scheint aber kaum jemand zu interessieren. Nun ja, nun mussten die Banken einiges an Strafe zahlen. Wie sehr die das belastet, sah man gestern am Kurs der Deutschen Bank. Ein Minus von einem Prozent - lächerlich. Wenn wir jemand anderem einen Schaden zufügen, dann müssen wir den wieder gut machen.

Und die Banken? Denkste, die machen einfach weiter. Warum, fragen Sie? Weil wir es uns gefallen lassen. Wir lasse es uns gefallen, dass unsere Sparguthaben immer weniger werden und tun nichts. Wir warten mal wieder auf die Politik, auf Brüssel und auf die USA. Da warten wir sicherlich vergebens. Wer da hofft, sollte wissen, dass schon seit den Fuggern die Banken die Regierenden finanzieren. Wer will da wirklich darauf hoffen, dass die Politiker den Bankern enge fesseln anlegen? Hier sind wir, unser ziviler Ungehorsam, unsere Kreativität gefragt. Leider fehlt uns Deutschen eine ausgeprägte Protestkultur. Wir murren nur und werden ärmer.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Wenn ich ehrlich bin, ist es mir lieber, die Banker wären beliebter als wir Journalisten. Damit kann ich leben, mit der schleichenden Enteignung nicht.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Was denken Sie von den Bankern?

 


Veröffentlicht am: 05.12.2013

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