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Aufgespießt: Weihnachtszeit, Trennungszeit

(Helmut Harff / Chefredakteur) Weihnachten ist das Fest der Familie - und das ist auch gut so. Und doch, man kann es auch mit der Familie, man kann es mit Weihnachten übertreiben. Vielfach wird die Weihnachtszeit mit einem Aufwand und einer Präzision vorbereitet, wie man sie sonst nur von Mondlandungen kennt.

Da verkennen viele, was Weihnachten ausmacht -ein Fest der Freude und Liebe, eine Geburtstagsparty. Doch wie sieht es vielfach aus? Da wird auf heile Welt gemacht, da werden Geschenke gekauft, bis der Dispo bis auf den letzten Cent ausgeschöpft ist, da feiert man mit Menschen, die man eigentlich nicht so gern sieht. Weihnachten, dass für viele Menschen Stress pur. Da liegen die Nerven irgendwann blank. Da kracht es viel zu schnell und bei den nichtigsten Dingen. Ich kenne das aus meiner eigenen Geschichte. Da gab es Dinge, über die man erst nach Jahren schmunzeln kann.

Doch ich kenne einige Leute - und es gibt davon sehr viele, wenn man den Statistiken glauben darf - die sich Weihnachten oder kurz danach getrennt haben. Sicherlich waren diese Beziehungen auch vor Weihnachten nicht frei von Problemen. Doch die Superfeier zur Geburt eines Kindes vor über 2.000 Jahren im Nahen Osten lässt solche eher unterdrücke Konflikte offen zutage treten. Wo keine heile Welt ist, kann man auch nicht heile Welt spielen.

Ich glaube, dass die Häufigkeit von Trennungen zur Weihnachtszeit auch darauf zurück zuführen ist, dass man irgendwie genötigt wird, mit einander zu reden. Man macht sich Gedanken, ob man dem anderen überhaupt noch etwas schenken will und wenn ja, was soll es sein. Man stellt fest, dass man den anderen gar nicht (mehr) kennt, dass es kaum noch etwas gibt, was einen verbindet. Das macht nachdenklich. Der eine oder die andere gehen mal Zigaretten holen und kommen nicht wieder. Andere halten warum auch immer die Fassade noch aufrecht. Dafür geht man dann nach Weihnachten getrennte Wege.

Eigentlich sind das keine guten Gedanken, die ich mir am zweiten Advent mache. Ich glaube, dass Weihnachten dennoch das schönste Fest des Jahres ist und Weihnachten eigentlich gar nicht verantwortlich für die zahlreichen Trennungen ist. Die sind, wie schon gesagt, vorprogrammiert.

Gott sei Dank - hier passt das mal wirklich - kenne ich auch Menschen, die Weihnachten wieder zueinander gefunden haben. Die gerade in der Advents- und Weihnachtszeit festgestellt haben, dass sie doch mehr verbindet, als sie trennt. Die haben gerade Weihnachten gemerkt, dass da mehr Liebe vorhanden ist, als sie noch geglaubt haben. Ich kenne auch Menschen, die sich faktisch unter dem Weihnachtsbaum kennen und lieben gelernt haben.

Ob das auch passiert wäre, wenn sie vor lauter Weihnachtstress gar nicht mehr nach links oder rechts gesehen hätten, wenn sie müde und kaputt gewesen wären? Weihnachten ist noch immer das Fest der Liebe und die verträgt nur ein gewisses Quantum Stress.

Übrigens: Liebe und Zuneigung sind die schönsten Weihnachtsgeschenke.

 


Veröffentlicht am: 09.12.2013

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