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Morgengruß von Helmut Harff: Schmetterlinge im Bauch

Verliebt sein ist kein Jugendprivileg

Als ich über den Jahreswechsel auch die Erlebacher Baude oberhalb von Spindlermühle im tschechischen Riesengebirge besuchte, beobachtete ich dort mitten im Winter einen Schmetterling. Der wollte hinaus.

Für mich war das ein Symbol. Ja, Schmetterlinge haben ihre Zeit. Schmetterlinge im Winter, ist wie Eisblumen zur Fußball-WM in Katar. Er passt so gar nicht in diese Zeit. Irgendwie gelang mein Gehirn der Sprung von dem flatternden Gesellen an der Fensterscheibe zu den sprichwörtlichen Schmetterlingen im Bauch. Haben auch die ihre Zeit?

Sicherlich verlassen die Schmetterlinge im Bauch das erste Mal ihren Kokon in uns, wenn wir uns erstmals verlieben. Bei dem einen ist das schon mit 12, bei anderen mit 19 Jahren. Doch irgendwann ist es so weit, es kribbelt im Bauch. Das fühlt sich ungewohnt aber verdammt schön an. Der ersten folgt zumeist die zweite und dritte Liebe. Bei dem einen und anderen sind die Schmetterlinge im Dauereinsatz. Jeder halt, wie er gestrickt ist.

Ist die Liebe für das Leben oder zumindest einen Teil davon gefunden, so verpuppen sich die Schmetterlinge wieder. Vielleicht schlüpft mal einer, wenn da eine "Traumfrau" den Weg kreuzt. Das kann ganz schön sein. Doch zumeist verbergen sich die Schmetterlinge.

Wie das Leben so spielt, irgendwann ist Mann wieder allein. Mehr als der erste Lack ist ab und der Marktwert erheblich gesunken. Andererseits fühlt man sich noch lange nicht zum alten Eisen gehörend. Man ist mehr oder weniger erfolgreich, joggt dreimal die Woche seine 10 Kilometer, hat Interessen und auch der Haushalt ist nicht verkommen. Schön und gut, allein macht das alles keinen richtigen Spaß.

Mann hört mal, ob da noch Schmetterlinge sind. Doch in dem Alter? Wohl kaum. Klar, will Mann es noch mal wissen und macht gern mal Frauen den Hof, die ihre Töchter sein könnten. In Filmen und Romanen steigt die Schönheit dann gern in den Ferrari. In der Realität gibt es keinen Ferrari und keine langbeinige Geliebte.

Gibt es keine Schmetterlinge mehr? Doch, die gibt es. Die kann man aber nicht einfach so wecken. Wann die aufwachen, ist schwer zu sagen. Die haben ihren eigenen Kopf. Doch eines ist klar: Wenn es sein soll, kibbeln sie wie einst in jungen Jahren. Na ja, vielleicht kribbelt es etwas anders. Vielleicht sind die Schmetterlinge etwas kleiner, dafür sind es mehr. Schließlich sind die Schmetterlinge mit uns gealtert, sind mit uns erfahrener geworden. Ich bin mir sicher, die Schmetterlinge im Bauch sind so lange aktiv, wie wir leben. Liebe hat eben nichts mit dem Alter zu tun. Wir müssen nur lieben wollen, dann sind die Falter in uns sofort hell wach.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Krabbelt es da gerade in Ihrem Bauch? Herzlichen Glückwunsch!

 


Veröffentlicht am: 11.01.2014

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