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Morgengruß von Helmut Harff: Selbstverständlich

Natürlich ist nicht alles selbstverständlich

Deutsche Sprache, schwere Sprache - so entschuldigen wir gern die mangelnden Deutschkenntnisse von radebrechenden Ausländern. Doch auch für viele Einheimische gilt:  deutsche Sprache, schwere Sprache. Dabei denke ich nicht an die sogenannten bildungsfernen Schichten, sondern an Menschen, die berufsmäßig mit der Sprache umgehen.

So stoße ich immer wieder auf Formulierungen, wie "natürlich rasierte er sich mit..." oder "natürlich fuhr er bei den vereisten Straßen vorsichtig". Manchmal kann ich auch lesen "selbstverständlich atmete er die herrliche Luft".

Was ist bitte an einer Rasur natürlich? Was ist daran natürlich, wenn jemand sich hinter dem Lenkrad den Witterungsbedingungen anpasst?. Die Witterungsbedingungen sind natürlich. Selbstverständlich ist, dass er bei Glatteis nicht rast. Das Mann Bartwuchs hat, ist natürlich, dass er sich rasiert ist nicht einmal selbstverständlich.

Wir alle, aber besonders wir, die mit der Sprache umgehen und von der Sprache leben, sollten mit der Sprache etwas sensibler umgehen. Das gilt auch für den Abkürzungswahn. Dabei meine ich weniger die in SMS oder auf Twitter. Ich meine eher den Trend, bestimmte Begriffe in Texten nicht auszuschreiben. So ist immer wieder bspw. anstelle beispielsweise, max. anstelle maximal, zirk. anstelle zirka zu lesen. Ich sehe darin keinen Grund. Die wenigen Buchstaben mehr zu schreiben ist keine Mehrarbeit.

Doch ein Text, der gespickt mit solchen Abkürzungen ist, ließt sich einfach schwerer. Das gilt umso mehr, wenn jemand auch noch dazu neigt, eigene Abkürzungen zu erfinden. Ebenso sinnlos ist die Verwendung von Abkürzungen, die eher regional bekannt sind. So hat für einen Ex-DDR-Bürger das Kürzel "LPG" eine ganz andere Bedeutung als für Autofahrer, die Gas in den Tank füllen.

Deutsche Sprache, schwere Sprache - das mag sein. Doch sollten wir es uns und denen, die Deutsch mühsam gelernt haben, nicht extra schwer machen. Denken wir doch einfach mal darüber nach, was wir da schreiben. Das sollte selbstverständlich sein.

Ist es nun eigentlich selbstverständlich oder natürlich, dass ich mir jetzt mein Frühstück mache?

Ihnen wünsche ich selbstverständlich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 21.01.2014

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