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Morgengruß von Helmut Harff: Winter

Ein völlig unerwartetes Phänomen

Einst waren die vier Feinde des Sozialismus der Frühling, der Sommer, der Herbst und vor allem der Winter. Der kam trotz staatlich angeordneter Wintervorbereitung immer völlig unerwartet. Damals schob ich das auf die sozialistische Schlamperei.

Heute gebe ich nicht mehr den gesellschaftlichen Gegebenheiten und mangelnden Ressourcen  in der DDR für die Winterprobleme die Schuld. Ich weiß nun, der Winter ist ideologiefrei. Er ist schuld - oder vielmehr unser Unvermögen, mit seinen Auswirkungen umzugehen. Wie sonst ist zu erklären, dass jedes Jahr in den USA Landstriche nach dem Wintereinbruch zu Katastrophengebieten erklärt werden? Was ist mit uns los, wenn wir dem Winter - den soll es ja schon lange geben - nichts entgegen zu setzen haben?

Doch nicht nur in Gottes eigenem kapitalistischen Land nimmt Jahr für Jahr General Winter das Zepter in die Hand. Diesen General fürchtete man in der Nazizeit genauso wie in der DDR. Gern regiert er auch in Berlin und die Mannschaft um Bürgermeister Wowereit scheint das Zepter nur zu gern aus der Hand zu geben. Kaum wird es kalt, rutscht ganz Berlin über Straßen und Gehwege. Die S-Bahn lässt seine Fahrgäste wissen, dass man angesichts des Glatteises vorsichtig beim Ein- und Aussteigen sein soll. Hallo, man kann auf den Bahnhöfen auch streuen. Das gab es schon mal.

Auf den Straßen - das genussmaenner-Büro liegt an einer sechsspurigen Ausfallstraße - hält man (fast) vergeblich Ausschau nach dem Winterdienst. Wahrscheinlich bereitet der sich gerade auf den Sommer oder seinen Einsatz auf dem Pleiteflughafen BER vor. Zu sehen ist er jedenfalls weder auf der Nobelmeile Kurfürstendamm noch vor unser Tür.

Aber, ich hoffe ja auf die große Koalition. Die wird mit ihrer Mehrheit ins Grundgesetz schreiben, dass es in Deutschland zwischen November und März keinen Winter geben darf. Na gut, für einige Gebiete wie den Mittelgebirgen und Alpen wird es Ausnahmeregelungen gebe. Wieso eigentlich? Da ist doch sowieso kaum noch Winter - zumindest dieses Jahr.

Doch Scherz beiseite: Wieso sind wir immer wieder so vom Winter überrascht? Wieso tun wir uns so schwer mit Schnee und Eis? Na ja, wir tun uns ja gar nicht so schwer. Wir heizen, dichten unsere Behausungen ab, ziehen uns warm an, trinken heiße Zitrone und Glühwein, machen unsere Autos winterfest, wechseln die Bereifung der Autos und unsere Füße. Geht es um uns, klappt die Wintervorbereitung. Warum geht nicht im Großen, was im Kleinen so hervorragend klappt?

Ich ziehe mich jetzt warm an und hole mir meine Frühstücksbrötchen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Genießen Sie die angenehmen Seiten des Winter und fahren Sie vorsichtig!

 


Veröffentlicht am: 22.01.2014

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