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Aufgespießt: Männerbild

(Helmut Harff / Chefredakteur) Folgt man der veröffentlichten und der offiziellen Meinung, so hat sich das Männerbild in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten deutlich geändert. Ha, dass ich nicht lache. Ich glaube nicht an die Sonntagsreden. Wenn ich mich umschaue, so hat sich (fast) gar nichts geändert.

Was zeichnet den modernen Mann aus? Dass er sich um seine Familie kümmert, dass er ein Frauenversteher ist, dass er sich pflegt, dass er Frauen als Menschen ansieht, sie sogar als Chefin akzeptiert.

Was bitte ist daran neu? Meine Oma war die Handwerkerin im Haus und mein Opa ist mit seinen Söhnen Schuhe kaufen gegangen. Mein Vater hat selbstverständlich den Kinderwagen geschoben und wusste auch, was man mit Schrubber und Geschirrhandtuch so anfängt. Er hat mich - wenn es seine Zeit erlaubte - aus dem Kindergarten abgeholt, er hat mit mir gebastelt und ist mit mir ins Museum gegangen. Wir sind in Familie ständig gemeinsam unterwegs gewesen. Selbstverständlich hat dann mein Vater nach der Rasur Pitralon oder Tabac als Aftershave verwendet.

Und heute? Da wird ein Minister schon fast als Nobelpreisträger gehandelt, weil er einmal die Woche mit der Dienstlimousine vor dem Kindergarten seiner Tochter auftaucht? Warum nimmt er die nicht mit ins Büro und lässt sie auf irgendwelchen unsinnigen Lobbyistenschreiben Blumen malen?

Ach ja, die auch so frauenverstehenden Männer der siebziger Jahre. Die mochten Frauen - vor allem in Minirock und ohne BH. Wie war das noch? "Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment". Gab es auch dem Spruch "Wer zweimal mit dem(!) Selben pennt, gehört schon zum Establishment"? Nein! Gab es eine Kommune, in der eine Frau mit mehreren Männern lebte und von denen ausgehalten wurde? Was ein Langhans durfte, darf Frau bis heute nicht - oder sie wird als Nutte verschrien.

Und wie ist das mit Frauen in der Armee? Selbst in der angeblich so frauenfreundlichen DDR blieben die Kasernentore für die Frauen verschlossen. Vielleicht brauchte man die für den Nachwuchs. Vielleicht hatte man aber auch aus den Erfahrungen der Nazi-Wehrmacht gelernt. Dort galten die Krankenschwestern und Flak-Helferinnen als mehr oder weniger "williges Frischfleisch" für die Soldaten. Frauen in der Armee, das waren weltgeschichtliche Ausnahmen. Geduldet wurden sie maximal, wenn die Männer nicht mehr ausreichend zur Verfügung standen. Das ist wohl auch heute so. Und die Männer? Sie wollen mehrheitlich keine Kameradinnen und behandeln Soldatinnen immer wieder so, wie schon vor Jahrzehnten und Jahrhunderten - mit wenig Respekt.

Das Männerbild, unser Bild von uns als Mann, hat sich kaum verändert. Wir sind immer noch die, welche die Familie ernähren (wollen). Wir sind immer noch die, die es im Leben dann zu was gebracht haben, wenn sie ein Kind gezeugt, ein Haus gebaut und einen Baum gepflanzt haben. Das galt schon bei den Neandertalern so.

 


Veröffentlicht am: 27.01.2014

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