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Morgengruß von Helmut Harff: Vorbilder

Nicht alle taugen dafür

Wir alle - zumindest die etwas älteren - können uns noch an das Aufsatzthema im Deutschunterricht "Mein Vorbild" erinnern. Wer da in der DDR politisch korrekt sein wollte, nannte den Volkspolizisten oder den NVA-Soldaten. Ansonsten waren es die Eltern oder irgend welche Menschen, die einen beeindruckt hatten.

Gibt es dieses Aufsatzthema heute überhaupt noch? Wenn ja, wen nennen die Kinder heute und mit welcher Begründung? Klar sind auch heute die Eltern (hoffe ich zumindest) Vorbilder. Klar wollen Jungs und Mädels werden wie die Fußballerinnen und Fußballer der Nationalmannschaften werden. Klar wollen viele Popstar werden. Politiker tauchen da wohl seltener auf.

Doch wer bietet sich da aktuell als Vorbild an? Ein erfolgreicher Bayer der Millionen Steuern hinterzieht und dem dennoch viele (zu viele) zujubeln? Eine Gutfrau, die mal Millionen vor dem Fiskus versteckt? Ach ja, sieht man Frau Schwarzer eigentlich immer in Schwarz, weil sie so erschüttert über sich selber ist, dass sie immer Trauer trägt? Ist der Ex-Tennisspieler und Autor eines merkwürdigen Buches ein Vorbild? Taugt dafür ein Ex-Fußballer, der vor allem mit eher unzureichenden Deutschkenntnissen und jungen Freundinnen von sich Reden macht als mit Erfolgen als Trainer? Sind die Vorbilder, die sich vor dem Karriereende im Dschungel und im Big Brother-Haus verkriechen? Taugen Politiker zum Vorbild, die sehr schnell vergessen, was sie dem Wählervolk versprochen haben?

Sicherlich taugen all diese Typen nicht zum Vorbild und doch haben sie eine magische Wirkung  - und das nicht nur auf junge Leute. Erfolg, wie auch immer er zustande kommt, fasziniert. Erfolg hat heute, wer in den Medien vorkommt, wer im Gespräch ist, wer wie auch immer zu viel Geld hat. Erfolg macht sexy. Doch taugen solche Menschen auch zu Vorbildern? Na, ja!

Doch woher sollen vor allem junge Menschen Vorbilder beziehen, wenn nicht aus den Medien? Menschen, die in aller Stille wirken, die ohne großes Spektakel Unternehmen aufbauen, die sensationelle Forschungsergebnisse vorweisen können, die zu ihrem Wort stehen, die kommen leider viel zu wenig in den Medien vor. Finden sie einmal einen Platz in einer Talkshow, so läuft die mitten in der Nacht. Interessiert sich ein schreibender Kollege für so einen Menschen, so geht auch das vielfach an den jungen Menschen vorbei, denn Zeitungen findet man in immer weniger Haushalten.

Ich finde, wir sollten in jedem Schuljahr Kinder und Jugendliche ihre Vorbilder benennen lassen. Vielleicht ein prominentes Vorbild und eines, was kaum jemand kennt. Auf jeden Fall sollten wir den Nachwuchs nicht mit Steuerhinterziehern, Sprücheklopfern, Spinnenessern und Vor-Kameras-Schläfern allein lassen.

Gott sei Dank gibt es viele Menschen, die viel eher als Vorbild taugen. Nicht wahr Frau Schwarzer, nicht wahr Herr Hoeneß?

 


Veröffentlicht am: 05.02.2014

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