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Morgengruß von Helmut Harff: Feiertage

Wieder so eine Diskussion

Da ist sie wieder, die Diskussion um die Feiertage. Diesmal geht es nicht darum welche abzuschaffen. Diesmal sollen neue dazu kommen. Es sind Teile der türkisch-muslimischen Community, die einen (oder mehrere?) muslimische Feiertag für sich fordern. Ich erinnere mich, dass es solche Forderungen auch schon von jüdischen Verbänden kamen.

Warum kein muslimischer Feiertag, warum kein jüdischer, warum keine für russischorthodoxe Menschen? Ich habe nichts dagegen. Nur warum müssen das bezahlte freie Tage sein? Gibt es dafür einen Grund? Ich meine nein. Als Berliner kann ich da eine große Klappe haben. Wir Hauptstädter haben die wenigsten Feiertage im ganzen Land. Es gibt hier nicht nur weniger katholische, sondern auch einen evangelischen Feiertag weniger als in anderen Bundesländern. Das freut Arbeitnehmer und Schüler nicht, den Handel schon. Haben andere frei, klingeln in Berlin die Kassen.

Wir Berliner können ganz gut mit den wenigen Feiertagen leben. Wer aus religiösen Gründen an kirchlichen - nicht allgemeinen - Feiertagen nicht arbeiten gehen will, hat das Recht dazu. Das haben, so viel mir bekannt ist, auch Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften. Urlaub haben wir ja in der Regel reichlich.

Beim Verfolgen der Diskussion um religiös motivierte Feiertage ging mir nicht zum ersten Mal durch den Kopf, warum wir eigentlich so viele religiös begründete Feiertage haben. Klar, in den als katholisch eingestuften Bundesländern gibt es neben den "normalen" auch katholische Feiertage. Gleiches gilt für die "protestantischen" Bundesländern. Doch wie religiös sind die Menschen noch? Müssen die Kirchen wenigstens zu den Feiertagen wegen Überfüllung geschlossen werden? Außer am heiligen Abend habe ich das noch nie erlebt.

Wenn das so ist, warum gibt es denn überhaupt staatlich garantierte kirchliche Feiertage? Sollten wir nicht darüber nachdenken, zumindest einige kirchliche Feiertage aus den Kalender der staatlichen Feiertage zu streichen? Brandenburg ohne Reformationstag - darüber würde sich vor allem der Berliner Handel ärgern. Wer an solchen Feiertagen frei haben will, hat ja schließlich das Recht dazu - ob Christ, Jude oder Muslim. Nur er muss auch wirklich gläubig sein. Christen können das in der Regel damit belegen, dass sie Kirchensteuer zahlen. Doch was ist mit jenen, die glauben - nur nicht an die Institution Kirche. Und was machen alle anderen? Gibt es ein Bonusheft, in dem Gottesdienstbesuche eingetragen werden?

Ich finde, Religionsausübung ist Privatsache. Das gilt dann auch für religiöse Feiertage. Ausnahmen würde ich nur bei Weihnachten und Ostern machen. Streichen wir alle anderen religiösen Feiertage und erhöhen gleichzeitig den Mindesturlaub um 5 Tage. Gern können wir auch noch einen weiteren Feiertag einführen. Wie wäre es mit dem Tag, an dem das Fußball-Pokalendspiel stattfindet? Na ja, vielleicht gibt es auch einen anderen Termin.

Feiertag hin oder her, ich mache mir jetzt mein Frühstück!

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Was meinen Sie, brauchen wir noch religiöse Feiertage?

 


Veröffentlicht am: 07.02.2014

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