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Morgengruß von Helmut Harff: Auweia!

Ich habe Prügel bezogen

Als ich vorgestern einem Kollegen erzählte, dass mein Kommentarthema die merkwürdige Tierliebe der Deutschen ist, warnte er mich. Er war überzeugt davon, dass ich Prügel beziehen würde und hoffte, dass diese nur verbal erfolgen würde.

Ich wollte das nicht glauben und wurde eines Besseren belehrt. Auch wenn sich die Hoffung meines Kollegen erfüllt - die Prügel blieb verbal - so war die Entrüstung doch groß. Wie man die liebevollen deutschen Hunde-, Katzen- und anderes Getierhalter mit den Giraffenmördern gleichsetzen könne, fragten gleich mehrere Tierhalter an. Man ermorde seine Tiere nicht, sondern hege und pflege sie, bringe sie zum Tierarzt und mache auch sonst alles, damit sich die Tiere wohl fühlen.

Wann fühlen sich Tiere eigentlich wohl? Ist der Hund mit seinem Leben zufrieden, nur weil er mit dem Schwanz wedelt, wenn er sein Rudelführer erblickt. Ist ein Vogel schon dann glücklich, wenn er sich nicht die Federn ausreist und den Staub von der Gardinenstande wirbeln darf? Ist eine Katze, ist ein Rüde glücklich, wenn sie nicht mehr jeder rolligen Katze, nicht mehr jeder heißen Hündin hinterher laufen müssen, weil man sie kastriert hat: Hallo, welcher Mann wäre glücklich, wenn er keinem Rock mehr hinterher schauen müsste, weil man ihn entmannt hat?

In einigen Telefonaten, die leider häufiger mit Beleidigungen begannen, konnte ich zumindest Verständnis dafür wecken, dass ich die Haltung von Haustieren kritisiere. Mancher räumte ein, dass Zootiere es nicht schlechter als Bello oder Peterchen haben. Doch so weit zu gehen, feste Regeln für den Schutz von Haustieren einzuführen, wollte niemand. Wie denn auch, sind Haustiere ja nicht - was wohl ihre Art wäre - dazu dar, ihre Art zu erhalten. Bekämen sie, wie von der Natur vorgesehen, regelmäßig Nachwuchs, gäbe es Tag für Tag Millionen getötete Haustiere. Eine wahrlich grausige Vorstellung.

Doch was tun? Endlich aufhören den Gutmenschen zu spielen? Endlich aufhören die Dinge schön zu reden? Endlich einsehen, dass wir uns schon seit Jahrtausenden die Kreaturen, ob zum Essen oder allein zu unserem Vergnügen, untertan gemacht haben? Wir bedauern die getötete Giraffe und fühlen uns toll, wenn wir Vögel auch dann füttern, wenn es gar nicht notwendig ist. Gleichzeitig entsorgen wir Fischnachwuchs im Klo. Diese Bigotterie ist kaum auszuhalten. Seien wir ehrlich: Für uns sind Tiere gern mal die besseren Menschen - weil wir mit ihnen machen können, was wir wollen. Mit Tierschutz, mit artgerechter Haltung hat das nichts zu tun.

Übrigens: Unter all den aufgeregten Menschen war niemand, der mit Tieren sein Geld verdient.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und freue mich auf weitere Diskussionen mit Tierschützern.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 15.02.2014

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