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Verkehrsstaus in Europa - Deutschland Platz 3

Deutsche Autofahrer verbrachten 2013 durchschnittlich ganze 35 Stunden im Stau

2013 ist das Stauaufkommen in Deutschland erneut zurückgegangen – allerdings nicht mehr so stark wie noch in den beiden Jahren davor. Laut INRIX, einem führenden internationalen Anbieter von Verkehrs- und Reiseinformationen, haben deutsche Autofahrer im Jahr 2013 durchschnittlich etwa 35 Stunden im Stau verbracht – das sind etwa sieben Stunden weniger als noch 2011 und eine gute halbe Stunde weniger als letztes Jahr.

Diese Ergebnisse decken sich mit denen aus anderen europäischen Ländern, in denen das durchschnittliche Stauaufkommen letztes Jahr ebenfalls leicht gefallen ist. So zeigt die jährlich aufgelegte INRIX Traffic Scorecard, dass der Verkehr im ersten Quartal 2013 sehr stark zurückging, allerdings im weiteren Jahresverlauf wieder zugenommen hat. Verglichen mit 2011 und 2012 ist demnach das gesamte Stauaufkommen im Laufe des Jahres 2013 leicht zurückgegangen.

Momentaufnahme in deutschen Städten: Rückblick auf 2013

Mehr als zwei Tage (60 Stunden) haben Fahrer in Stuttgart durchschnittlich im Stau verbracht. Die baden-württembergische Landeshauptstadt ist damit erneut die deutsche Stauhauptstadt. Darauf folgen Köln und Karlsruhe, wo 56 bzw. 52 Stunden im dichten Verkehr verbracht wurden. Während Stuttgart damit im europäischen Vergleich hinter Brüssel, London, Antwerpen und Rotterdam auf Platz fünf liegt, folgen Köln und Karlsruhe auf den Plätzen sechs und zehn. Verglichen mit 2012 ist Köln damit um drei Plätze gestiegen, Karlsruhe sogar um fünf. Am schlimmsten ist die Stausituation europaweit in Brüssel – hier wurden 2013 durchschnittlich rund 83 Stunden im Stau verschwendet.

„Verlorene Staustunden werden in vielen Fällen zuerst der zu geringen Leistungsfähigkeit der Infrastruktur geschuldet. In der Tat aber wird das Ergebnis immer stärker durch Verkehrsmanagement und vor allem Fahrerpsychologie beeinflusst“, kommentiert Prof. Dr. Michael Schreckenberg, Verkehrsexperte von der Universität Duisburg-Essen. „Staus sind etwas ganz Natürliches, es wird sie immer geben, außer wir verbieten den Verkehr komplett. Man kann sie eigentlich nur berechenbar und damit planbar machen.“

Für die INRIX Scorecard wurden die 22 am dichtesten besiedelten Gebiete in Deutschland untersucht. In der Hälfte davon ist die im Stau verlorene Zeit angestiegen, in der anderen Hälfte gefallen. So führt Stuttgart das deutsche Stauranking immer noch klar an, hat aber 2013 einen Rückgang um fast fünf Stunden erlebt. In Freiburg im Breisgau gab es mit zehn Stunden weniger dagegen den größten Rückgang.

Im Durchschnitt hat sich die Stausituation von 2012 auf 2013 in Deutschland nur geringfügig verändert – vielmehr haben sich die Stauzonen innerhalb von Deutschland verlagert.

Deutschlands schlimmste Staustraßen

Die INRIX Traffic Scorecard gibt auf Basis der verlorenen Stunden pro Jahr ebenfalls Aufschluss darüber, welche Straßen europaweit am stärksten befahren sind. Die schlimmsten deutschen Straßen zu Stoßzeiten befinden sich unter anderem in München, Stuttgart und Berlin.

Verkehrssituation in Deutschland im europäischen Vergleich

Die Zeit, die deutsche Autofahrer 2013 im Stau verbracht haben, ist leicht gesunken – von 36 Stunden 2012 auf 35 Stunden im letzten Jahr. Europaweit befindet sich Deutschland damit auf dem dritten Platz hinter Belgien und den Niederlanden, wo Fahrer 58 Stunden bzw. 45 Stunden im Jahr verschwendet haben. Die Belgier verbringen demnach fast so viel Zeit im Stau, wie die Fahrer in der deutschen Stauhauptstadt Stuttgart.

So war die Situation 2013 in Europa

INRIX hat Daten aus 13 europäischen Ländern analysiert und festgestellt, dass die Verkehrssituation in vielen Ländern mit der wirtschaftlichen Entwicklung einhergeht. In Ländern, die 2013 mit hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hatten und nur wenig oder sogar rückläufiges Wirtschaftswachstum verzeichneten, gab es häufig auch weniger Verkehrsstaus als noch in 2012. Beispiele für diesen Trend sind Spanien und Portugal: So ist Spaniens Wirtschaft um 1,2[1] Prozent zurückgegangen, während aus Portugal Arbeitslosenzahlen in Rekordhöhe gemeldet werden. So zeigen die INRIX-Daten, dass die Verkehrssituation sich 2013 dort deutlich von 2012 unterschieden hat – 2012 verzeichneten hingegen alle europäischen Länder weniger Stau.

In 2013 ist die Verkehrssituation dagegen in fünf Ländern wieder schlimmer geworden: UK, Irland, Schweiz, Luxemburg und Italien. Im Vergleich dazu ist die Wirtschaft in der Schweiz[2] und in Großbritannien 2013 jeweils um 1,9 Prozent gewachsen. Und obwohl es für Irland und Luxemburg noch keine Zahlen für das komplette letzte Jahr gibt, wird geschätzt, dass dort die Wirtschaft um 1,3 Prozent[3] bzw. 1,9 Prozent[4] gewachsen ist. Generell gibt es demnach den Trend, dass Länder mit wachsendem Verkehrsaufkommen auch wirtschaftlich stärker werden – und umgekehrt.

„Wie der Verkehr so auch die Wirtschaft”, kommentiert Bryan Mistele, Präsident und CEO von INRIX. „Während viele Länder Europas noch einen weiten Weg vor sich haben, zeigt der stark eingebremste Rückgang bei den Verkehrsstaus, dass Menschen wieder mehr zur Arbeit fahren und dass sowohl Unternehmen als auch Verbraucher wieder mehr Geld ausgeben.”

Über die INRIX Traffic Scorecard

Die INRIX Traffic Scorecard misst Verkehrsstörungen, indem sie über traditionelle Erhebungsmethoden wie Straßensensoren und statistische Erhebungen hinausgeht und Echtzeitdaten aus Fahrzeugen analysiert, die tatsächlich in den großen Ballungsräumen unterwegs sind.

Die INRIX Traffic Scorecard analysiert Milliarden an Echtzeit-Daten aus Hunderten von Quellen, einschließlich einer Vielzahl von geschäftlichen Fahrzeugen, wie Taxis, Flughafen-Shuttles, Lieferwagen, Fernverkehr-LKW und PKW sowie mobilen Geräten. Sämtliche Daten aus diesen mit GPS ausgerüsteten Fahrzeugen und Geräten enthalten die Geschwindigkeit, Position und das Fahrtziel eines bestimmten Fahrzeugs an einem dokumentierten Datum zu einer bestimmten Uhrzeit. Bei der Erstellung der Scorecard analysiert INRIX Informationen über mehr als eine Million Kilometer Autobahnen und Nebenstraßen in Europa und nahezu zwei Millionen Meilen der Straßen in Nordamerika während jeder Stunde des Tages, um umfassende und aktuelle Stau-Analysen für die größten Ballungsräume in 15 Ländern zu erstellen.

Die gleichen Daten werden für INRIX Traffic genutzt, eine kostenlose App, die Autofahrern hilft, Verzögerungen im Verkehr zu vermeiden. Die App bietet hierzu Informationen aus dem weltweit größten Verkehrsnetz für die schnellste Route von zu Hause zur Arbeit, empfohlene Abfahrts- und Reisezeiten, Verkehrsprognosen und personalisierte Verkehrsmeldungen für den jeweiligen Fahrer. Mehr Informationen zu INRIX Traffic gibt es unter http://inrixtraffic.com.

Weitere Details über Staus in bestimmten Ländern und ein weltweiter Vergleich stehen ab sofort mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse des Berichts unter scorecard.inrix.com zur Verfügung. Die umfangreichen Daten, die der INRIX Traffic Scorecard zugrunde liegen, sind ab sofort lizenziert für die weitere Analyse und Prüfung durch Behörden und gewerbliche Organisationen erhältlich.

 


Veröffentlicht am: 06.03.2014

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