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23.08.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Hut ab

Respekt kann man sich nur verdienen

Gestern Vormittag rief mich ein Kollege an und behauptete, dass Uli Hoeneß meinen Morgengruß gelesen hat. Mein Reaktion darauf: Warum bist Du schon am Morgen nüchtern? Das dementierte er vehement, blieb aber bei seiner Behauptung.

Nach kurzen hin und her informierte er mich, dass der bajuwarische Steuerhinterzieher genau das gemacht hat, was ich ihm gerade empfohlen hatte. Er verzichtet auf den Gang zum Bundesgerichtshof und legt alle Ämter - so auch den Vorsitz des FC Bayern München - nieder. Hut ab, konnte ich nur noch sagen. Ehrlich, dass hatte ich nicht erwartet. Da hat Uli Hoeneß sicherlich nicht nur mich überrascht.

Die Überraschung ist ihm gelungen, denn genau diese Schritte habe ich ihm nicht zugetraut. Es zeigt mir aber, dass es doch noch Menschen, das es doch noch Männer gibt, die Rückrat zeigen. Ich hatte schon damit gerechnet, dass diese Spezies Mann völlig ausgestorben ist.

Nein, ich will Uli Hoeneß nun nicht zum Übermann machen. Aus meiner Sicht taugt er noch immer nicht zum Vorbild. Welcher rechtskräftig verurteilter Straftäter taugt schon dazu? Doch ich will nicht auf einen eintreten, der am Boden liegt. Ich finde, jeder hat seine zweite Chance verdient. Das gilt vor allem für jene Menschen, die schlussendlich zu ihren Fehlern stehen.

Das hatte Herr Hoeneß gestern gemacht und dafür hat er Respekt verdient. Hat er seine Strafe abgesessen - was er sicherlich nicht in voller Länge muss - und seine Steuerschuld beglichen, so ist auch eine Rückkehr an die Spitze des FC Bayern München wieder denkbar. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er seine Lektion gelernt hat. Dumm ist Uli Hoeneß ja nicht. Da würde es mich auch nicht wundern, wenn er noch aus dem Gefängnis heraus uns mit einem Buch beglücken wird. Zu erzählen hat er ja eine ganze Menge.

Was zeigt uns der "Fall Hoeneß"? Zu gierig - Naivität traue ich im nicht zu - zu sein, zahlt sich unter dem Strich nicht aus. Vielleicht ist es auch angeraten - gerade als Katholik - einmal in der Bibel zu lesen. Da ist die Stelle "So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!" zu finden. Aber, die wird ihm jetzt um so häufiger durch den Kopf gehen. Es zeigt auch, dass manchmal das Büßergewand die angemessene Kleidung ist.

Ich hoffe wirklich, Uli Hoeneß und all die anderen, die dem Kaiser nicht geben, was des Kaisers ist, haben etwas aus dem Fall des Ex-Bayernpräsidenten gelernt. Ich hoffe und bin mir ziemlich sicher, dass der reumütige Sünder seine zweite Chance erhält.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Da fällt mir ein, ich muss mich in den kommenden Tagen um meine Steuersachen kümmern

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Bleiben Sie ehrlich!

 


Veröffentlicht am: 15.03.2014

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