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Morgengruß von Helmut Harff: Weinprobe

Man muss nicht alles glauben

Gestern war ich, wie ja schon kurz angerissen, auf der Prowein in Düsseldorf. Das soll die größte Weinmesse Europas sein. Wenn ich überlege, dass es Hallen gibt, die ich überhaupt nicht besucht habe, so kann das wohl zutreffen.

Ich war an zahlreichen Ständen, bei langjährigen Partnern von genussmaenner.de, bei solchen die es werden wollen und denen, die es werden sollen. Außerdem habe ich an mehreren Weinverkostungen  teilgenommen. Die waren durchweg gut besucht und die Referenten, zumeist Sommeliers, verstanden viel vom Wein. Leider verstehen diese Experten aus meiner Sicht nicht sehr viel vom Kunden.

Zugegeben, auf der Prowein ist nur Fachpublikum oder sollte es zumindest sein. Doch auch die anwesenden Händler, Gastronomen, Journalisten und sonst wie mit dem Thema Wein befasste, hatten immer wieder sichtbar Schwierigkeiten, den Ausführungen der Referenten und Referentinnen zu folgen. Immer wenn es darum ging, wonach der Wein riecht oder schmeckt, sah man etwas ratlose Blicke. Es gibt sicherlich Menschen, die wissen, wie Cassislaub schmeckt oder junge Birke riecht, doch ich gehöre nicht dazu. Und, da bin ich mir sicher, so geht das den meisten Menschen.

Nun kann man den Fachmann da vor etwas in Verlegenheit bringen und behaupten, man rieche eher etwas in Richtung mexikanischer Kakteenblüten oder getrockneten australischen Seetang. Man kann auch fragen, wie den Cassislaub schmeckt. Doch wer wird schon so gemein sein?

Viel sinnvoller erscheint es mir, auf den bei solchen Verkostungen ausliegenden Zetteln das aufzuschreiben, was einem zu dem gerade verkosteten Wein einfällt. Das kann sein „passt zu Paul“ oder „nie kaufen“ oder „hoffentlich ist der nicht zu teuer“. Wenn man kein Hardcore-Ökofan ist, muss man sich auch nicht merken, dass der Wein aus einem als Öko-Weingut eingestuften Betrieb kommt. Am Geschmack wird man das nicht merken. Da sind sich alle Experten ausnahmsweise einmal einig.

Weit auf machen muss man die Ohren spätestens dann, wenn es darum geht, zu welchen Speisen denn der Wein passen würde. Diese Information sollte man notieren und den Wein zum nächsten entsprechenden Essen trinken. Voraussetzung ist selbstverständlich, dass einem der Wein geschmeckt hat und er ins eigene Budget passt.
Ein Tipp vielleicht: Wer einen Wein zu einer Feier mitnehmen möchte, sollte den Gastgeber fragen, was es den zu essen gibt, denn man wolle dazu den passenden Wein mitbringen. Das macht Eindruck. Aber Vorsicht, dazu sollte die eigene Weinliste, die eigene Wein-Exeltabelle schon einige Weine enthalten.

Genau deshalb – aber auch wegen dem Spaß und der Wissenserweiterung -  sollte man häufiger zu Weinseminaren gehen. Die kosten häufig gar nichts, manchmal einen relativ kleinen Obolus. Ich habe festgestellt, dass teure Weinseminare, gern als Tastings bezeichnet, ihr Geld nicht wert sind. Weinseminare sind Verkaufsveranstaltungen und wer würde schon für den Besuch einer Tupperparty bezahlen.

So, nun mache ich mir mein Frühstück und werde nach zwei alkoholischen Messetagen heute keinen Alkohol anrühren.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und (nicht zum Frühstück!) den einen oder anderen guten Tropfen.

 


Veröffentlicht am: 26.03.2014

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