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16.08.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Boxen

Von Boxern, Models und einem unerwarteten Publikum

Gestern ist es passiert. ich war beim Boxen. Nein, ich stand nicht im Ring, ich saß in der zweiten Reihe. Es war mein erstes Boxevent "in echt". Nein, es ging um keine Meisterschaft, es gab keine Gürtel, keine Siegerkränze. Es gab auch keine Cuts, es gab überhaupt kein Blut zu sehen.

Ansonsten war es wie bei Boxkämpfen, die ich aus dem Fernsehen kenne. Es gab einen Ringrichter, es gab einen Zeitnehmer, einen Ringarzt, ein Nummerngirl und eine Ringsprecherin. Letzte sorgte ob ihrer launischen Herkunftsangaben zu den Boxern - "xy stammt aus Montenegro Schweiz" - für Erheiterung. Auch boxerisch war die Dame mit Sicherheit keine Fachfrau.

Das galt für die insgesamt zehn Kämpfer, alle Profis, nicht. Die meisten stammten aus dem ehemaligen Jugoslawien. Ihre boxerischen Qualitäten waren sehr unterschiedlich. So war es nicht verwunderlich, dass die Kämpfe alle vorzeitig endeten, mehrfach das Handtuch geworfen wurde. So gesehen war es ein launischer Abend.

Es gab noch eine Besonderheit: Zwischen den Kämpfen präsentierte ein Berliner Label seine Damenmode. Obwohl die meisten Models im Gegensatz zu den Faustkämpfern keine Profis waren, und einige Modelle ebenfalls k.o. gingen, war die Mischung ein voller Erfolg. Boxen trifft Mode - dieses Konzept ging auf. Mit den  Erfahrungen aus der ersten Auflage - es gab einige Kinderkrankheiten und Schläge unter der Gürtellinie - kann man sich an die angekündigten Fortsetzungen wagen.

Boxen so nah am Ring ist etwas ganz anderes, als vor dem Bildschirm und sicherlich auch etwas anderes als in einer großen Halle. Man ist sozusagen hautnah am Geschehen, hört die Schläge, sieht, wie sich ein Gesicht nach einem Wirkungstreffer verzieht. In dem einen oder anderen Fall habe ich allerdings eine Rückblende vermisst. Doch das gab sich schnell und der Sport fesselte.

Das ging sicherlich nicht nur mir so. Kollegen, die ich bisher eher aus dem Modebereich kannte, äußerten sich ebenfalls sehr positiv. Überhaupt das Publikum: Hier stimmte das Klischee, dass am Boxring vor allem Damen und Herren aus dem Rotlichtbereich Platz nehmen, überhaupt nicht. Ja, da gab es einige Männer, den man nicht in der Dunkelheit begegnen möchte. Doch sprach man mit Ihnen, so waren das ganz nette Kerle - zumindest an diesem Abend. Die Damen waren weit entfernt vom Milieu. Das Publikum war einerseits Boxerfahren, andererseits eher Modeinteressiert. Genau diese Mischung machte den Abend so interessant.

Ich finde, dass Konzept von Boxen und Mode ist wirklich aufgegangen - Nachahmung empfohlen. Ich finde ebenfalls, dass ich Sport live am meisten da genießen kann, wo ich hautnah dabei bin.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück, denn ich habe Hunger. Gestern Abend gab es zwar Flüssiges, aber nichts zwischen die Zähne. Das gaben sich die Boxer. Doch darauf habe ich großzügig verzichtet.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Besuchen Sie doch einmal eine Sportveranstaltung in Ihrer Nähe.

 


Veröffentlicht am: 29.03.2014

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