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27.07.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Schock

Ich sah diese Nacht "Beckmann" und bekam Angst

Ich saß gestern zu sehr später Stunde ziemlich geschockt vor meinem Fernseher. Dort lief "Beckmann". Moderator Reinhold Beckmann hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zu Gast. Der sorgte bei mir für einen so sicherlich nicht erwünschten Grusel und für schockiertes Starren auf die Mattscheibe.

Da war einerseits ein Moderator, der ernsthaft Fragen hatte. Er ging nicht überheblich, dafür sachlich und voller Respekt mit seinem Gast um, der an diesem Tag, wie der "Frankfurter Allgemeine" zu entnehmen ist, seinem 15111. Tag als Abgeordneter absolviert hatte. Auf der anderen Seite saß ein Mann, der - um es freundlich zu sagen - nicht ganz auf der Höhe zu sein schien. Der Bundesfinanzminister brachte vielfach weder seinen Gedanken, noch seine Sätze zuende. Das ein Politiker auf Fragen mit Floskeln antwortet ist man ja gewöhnt. Doch was Wolfgang Schäuble da in der Nacht von sich gab, übertraf normales Politikergeschwafel bei weiterem.

Mein erster Gedanke war, der Minister ist einfach müde, denn vielfach sackte er - so zumindest mein Eindruck - in seinem Stuhl zusammen. Die Augen wirkten häufig geschlossen. Mein zweiter Gedanke war noch schlimmer, denn ich dachte, da sitzt ein alter, ein sehr Mann, der sich nicht mehr richtig konzentrieren kann. In einem Telefonat nach der Sendung äußerte eine Kollegin die Sorge, der Bundesfinanzminister leide so sehr unter Schmerzen, dass er starke Schmerzmittel nehmen müsse. Das würde einiges erklären.

Doch egal, der Auftritt von Wolfgang Schäuble macht mir Sorgen, macht mir Angst. Da saß schließlich kein Hinterbänkler des Deutschen Bundestages, sondern einer der mächtigsten Politiker Deutschlands und Europas. Wie wir wissen, werden politische Entscheidungen, die das Leben von Millionen Menschen beeinflussen, oft erst in langen nächtlichen Sitzungen getroffen. Ich möchte mir nicht vorstellen, dass da Wolfgang Schäuble genauso drauf ist, wie gestern Nacht im ARD-Studio. Was, wenn da zig Leute durcheinander reden, wenn Meinungen aufeinander prallen? Wolfgang Schäuble schien gestern schon bei einfachen und alles andere als provokant gestellten Fragen vielfach überfordert, antwortete immer nur mit Wiederholungen und Allgemeinplätzen.

Wenn das auch auf nationalem und internationalem Parkett so sein sollte, wundern mich einige politische Entscheidungen nicht mehr. Angst macht mir das schon.

Doch was tun? Eine Altersbegrenzung für Politiker? Routinemäßige  Untersuchung auf Berufstauglichkeit? Das ginge zu weit? Ich glaube nicht, schließlich müssen das viele Berufsgruppen - man denke nur an Piloten - über sich ergehen lassen. Eines steht fest: Ich möchte nicht von Menschen regiert werden, die dazu eventuell nicht mehr in Gänze in der Lage sind. Ich hoffe, Wolfgang Schäuble war gestern einfach nur müde. Das kann ja uns allen passieren. Allerdings sollte man sich so nicht zum Interview treffen.

Ich mache mir jetzt nicht ganz ausgeschlafen mein Frühstück. Warum kommen solche Sendungen wie Beckmann eigentlich immer so spät?

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 04.04.2014

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