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Morgengruß von Helmut Harff: Abgaben

Ich bin gefrustet

Es ist seit Jahrtausenden das immer gleiche Szenario: Den angeblich Reichen und Mächtigen fehlt das Geld um ihre Ideen umzusetzen. Die einen wollen Ihren ausschweifenden Lebensstil finanzieren, die anderen als Superbaumeister in die Geschichte eingehen. Andere wollen ihre Flotte ausbauen und die anderen wurden vom Mantel der Geschichte gestreift. Geld fehlt zumeist auch, wenn es darum geht, im Wahlkampf gemachte Versprechen zu finanzieren. Ganz schlimm wird es, wenn die Regierenden nicht einmal ihre Pflichtaufgaben bezahlen können.

Es fällt den Mächtigen bei Finanzproblemen seit Jahrtausenden auch nicht viel an. Man geht auf Beutezug - früher gern beim Nachbarn - heute eher bei der eigenen Bevölkerung. Das scheinbare Allheilmittel sind neue Abgaben. Das Volk soll bluten, wenn die Mächtigen ihre Schnapsideen, Prestigeprojekte oder auch nur ihre ganz normalen Aufgaben nicht finanzieren können. Komisch, das funktioniert so auch seit Jahrtausenden. Nur übertreiben dürfen es die, die am längeren Steuerhebel sitzen nicht. Ist eine Schmerzgrenze überschritten, gibt es Unruhen, Köpfe rollen. Klar, dass man so eine Revolution nur mit höheren Abgaben finanzieren kann.

Aktuell ist wieder einmal eine (angeblich) zweckgebundene Abgabe für Autofahrer im Gespräch. Man wolle so Geld dafür einsammeln, die marode Straßen-Infrastruktur zu sanieren und zu modernisieren. 100 Euro soll jeder Autofahrer berappen. Soweit die an eine Sommerloch-Meldung erinnernde Idee eines SPD-Politikers. Wieso schlägt er nicht vor, dass Politiker, Beamte und Mitarbeiter von Regierungsbehörden dafür zur Kasse gebeten werden um so ihre Protzbauten zu finanzieren? Wieso schlägt er nicht vor, dass Politiker für Pannen beider finanzielle Planung von Groß- und Prestigeobjekten haften. Na, ja, eigentlich eine dumme Frage. Das würde ihn und seine "Ideengeber" in den Parteien und Büros höchst selbst treffen. Abgaben zu erhöhen, die einen selber treffen, dass kann man nun wirklich keinem Politiker zumuten. Oder doch?

Aber was regen wir uns als "Normalbürger" eigentlich auf. Wir haben diese einfallslosen Komiker gewählt - wenn wir überhaupt wählen waren. Wir lehnen uns zurück und meckern. Wenn wir diesen Unsinn nicht länger ertragen wollen, dann müssen wir uns endlich einmischen - gern auch außerhalb der Parteien. Man denke mal an die DDR. Bei deren Ende spielten die DDR-Parteien überhaupt keine Rolle. Es war das Volk, dass sich nicht weiter verarschen lassen wollte. Warum überlassen wir Parteien in diesem Land so einfach das Ruder? Schließlich heißt es im Grundgesetz Art. 21 "Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit". Warum lassen wir es zu, dass wir nicht gerade Grundgesetzkonform von Parteien regiert werden, denen nicht mehr als den Pharaonen, Kaisern und Königen einfällt?

Ich bin für eine Abgabe, die alle Politiker leisten müssen, die unsinnige Vorschläge in die Welt setzen.

So nun habe ich mir meinen Frust von der Seele geschrieben und mache mir mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Mischen Sie sich ein, sonst werden Sie untergemischt.

 


Veröffentlicht am: 23.04.2014

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