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Morgengruß von Helmut Harff: Heilige

Wen beten wir eigentlich an

Heute erweitert die katholische Kirche ihre schier endlose Liste ihrer Heiligen um zwei weitere. Die ehemaligen Päpste Johannes Paul II. und Johannes XXIII werden von ihrem Nachfolger in den Stand von Heiligen erhoben. Sie können nun im Gebet um Beistand und Hilfe angerufen werden.

Allein werden die beiden neuen Heiligen nicht sein. Allein der polnische Papst Johannes Paul II. hatte in seiner Amtszeit 482 Heiligsprechungen vorgenommen. Es scheint einfacher zu sein ein Heiliger als ein Friedens- oder Literaturnobelpreisträger zu werden. Allerdings müssen erstere schon einige Jahre Tod sein, während Nobelpreise nur an Lebende vergeben werden.

Doch wozu brauchen wir heute noch Heilige? Es gibt ihrer so viele, dass selbst der Papst ihre Zahl nicht genau beziffern kann, ist bei Wikipedia nachzulesen. Nach der Bibel, so ist ebenfalls zu lesen, sind alle Getauften Heilige. Da scheint es doch Heilige erster und zweiter Klasse zu geben. An die Heiligen erster Klasse ist die Gläubigen vor allem interessiert. An sie wendet man sich, wenn man ein Anliegen, eine Bitte hat. Heilige werden jedoch vor allem eines - verehrt.

Das haben Sie mit den schon erwähnten Nobelpreisträgern, aber auch mit Top-Sportlern und anderen zu Helden, zu Heiligen, zu Ikonen hochstilisierten Menschen gemeinsam. Man denke nur an die Verehrung, mit der man dem verstorbenen Literatur-Nobelpreisträger García Márquez zu Grabe getragen hat. Mit Heiligen geht man kaum anders um.

Noch mal zu meiner Frage, wozu wir Heilige benötigen: Wir benötigen Menschen, ob Heilige oder Helden und Ikonen, zu denen wir aufblicken können, die für uns Vorbild sind. Was wäre, gäbe es keinen Fußballgötter wie Messi, Ronaldo, Schweinsteiger, Ribéry oder wie die Top-Kicker noch heißen? Millionen von kleinen Jungen würden wahrscheinlich nicht Fußball spielen und hoffen einmal ebenfalls ein Fußballgott sein zu können.

Ohne Vorbilder können wir nur schwer leben. Und da ist es immer noch besser, wir beten Menschen an, die Heilig gesprochen werden, als solche, die sich irgendwie durchs Leben schnorren, die es sich auf der sprichwörtlichen sozialen Hängematte bequem gemacht haben. Ein ehemaliger Papst, ob er nun Wunder vollbracht hat oder andere Dinge tat, die ihn zum Heiligen machen, ist mir als anbetungswürdiges Vorbild auf jeden Fall lieber, als Männer, die mit Gewalt oder Gewaltverherrlichung genau diesen Status haben.

Heute treffe ich mich wieder mit Freunden zum Frühstück. Leider zeigt die Sonne derzeit nicht ihr strahlendes Antlitz.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Sonntags-Frühstück. Wer ist ihr Heiliger?

 


Veröffentlicht am: 27.04.2014

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