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Morgengruß von Helmut Harff: Schadenfreude

Ein Gruß an den 1. FC Bayern München

Ja, ich gebe es zu: Gestern empfand ich so richtig Schadenfreude. Das traf den 1. FC Bayern München. Im eigenen Stadion 4:0 unterzugehen und so verdammt schlecht auszusehen, dass wünscht man eigentlich niemand. Und doch war ich voller Schadenfreude - und dass bereits nach den zwei frühen Toren der Madrilenen.

Ich weiß, Schadenfreude ist nicht gut, aber der von mir gern zitierte Volksmund weiß, das Schadenfreude die schönste Freude ist. Schadenfreude muss man sich aber auch verdienen. Wen die Schadenfreude mit voller Wucht trifft, hat sicherlich viel dafür getan. Zumeist ging eine große Klappe, ging Hochmut - der kommt bekanntlich vor dem Fall - der Schadenfreude voraus. Beides zeigte die Bayern-Kicker immer wieder. Da gibt es einen vorbestraften Präsidenten, der ja nun in den Knast einziehen kann. Da gibt es einen Trainer, der auch nicht gerade mit Zurückhaltung punktet. Und, da gibt es augenscheinlich eine Reihe von Spielern, die sich für unschlagbar halten und die alle meinen, dass eigentlich sie der neue Weltfußballer sind.

Wer so erfolgreich Fußball spielte wie der 1. FC Bayern München, der kann sich eigentlich nur selber ein Bein stellen, sich selber vom Sockel holen. Wer meint, dass einem alles gelingt, dass er alles bekommt, dass er faktisch den Erfolg für sich exklusiv gebucht hat, der muss irgendwann auf die Nase fallen. Das ist nicht nur im Milliarden-Poker Fußball so. Das trifft Promis und Politiker genau so wie den ebenfalls sprichwörtlichen kleinen Mann auf der Straße.

Wir kennen sicherlich alle Menschen, die sich für unantastbar, für unfehlbar gehalten haben und die sich plötzlich in den Niederungen des Lebens wiederfanden. Wir kennen Frauen und Männer, die von sich glaubten, die tollsten Typen zu sein und an der entscheidenden Stelle eben doch einen Korb bekommen haben.

Immer wenn wir so etwas erleben, kommt Schadenfreude auf. Wir freuen uns darüber, dass da jemand, der immer auf dem Sockel stand - und gern von uns dort platziert wurde - genau von dem stürzt. Das ist einfach zutiefst menschlich.

Aufpassen muss man nur, dass die Schadenfreude dazu führt, sich selber über andere zu erheben. Aufpassen muss man auch, vor lauter Schadenfreude noch einmal nachzutreten, anstelle dem vom Sockel gefallenen die Hand zu reichen.

Sicherlich haben die Bayern eine 4:0-Klatsche vor den eigenen Fans nicht verdient (sie haben aber auch grottenschlecht gespielt), doch mal die Grenzen aufgezeigt zu bekommen, kann sicherlich nichts schaden. Vielleicht wird die nächste Bundesliga-Saison dann auch wieder spannend.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Dabei werde ich mir noch einmal die vier Real-Tore ansehen. Die waren einfach zu schön.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Sind Sie mit Blick auf die Bayern auch ein wenig schadenfroh?

 


Veröffentlicht am: 30.04.2014

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