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Morgengruß von Helmut Harff: Brot

Tim Mälzer ist neuer Brot-Botschafter

Gestern feierte sich zum zweiten mal das Deutsche Bäckerhandwerk selber. Man beging in Berlin den "2. Tag des deutschen Brotes". Das war einerseits eine Leistungsschau, andererseits ein Familientreffen von Bäckern zumeist aus den südlichen Gefilden.

Klar gab es viel Eigenlob und viel Applaus. Man feierte sich als Bewahrer eines Jahrtausende Jahre altes Handwerks. Man klopfte sich dafür auf die Schulter, dass es in Deutschland die meisten Brotsorten weltweit gibt. Das ist auch der Grund, weshalb sich das Bäckerhandwerk dafür stark macht, dass deutsches Brot in die Liste der immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen wird.

Doch da wo viel Licht ist, ist auch Schatten. So geht die Zahl der Bäckereien weiter zurück und die Branche leidet unter Nachwuchsmangel. Noch erschreckender fand ich folgende Zahlen: Es gibt noch über 1.300 Bäckereien. Die haben allerdings rund 4.000 Verkaufstellen. Das heißt, selbst wenn man eine Bäckerei um die Ecke hat, bekommt man da noch lange nicht vor Ort gebackenes. Vieles wird bei Hitze und Kälte über viele Kilometer transportiert. Darunter leidet die Qualität. Anders geht es aber nicht, war in diversen Gesprächen zu hören. Mit nur einem Laden kann ein Bäcker de facto nicht mehr überleben.

Alles von Null an selber gemacht, scheint auch nur noch ein nostalgischer Traum zu sein. Backmischungen und gar vorgefertigte Teiglinge kommen zum Einsatz. Nun wollen die Bäcker den Kunden zumindest mitteilen, was wirklich handwerklich hergestelltes Backwerk, was aus Teigmischungen und was aus angelieferte Tiefkühl-Teiglingen gefertigt wurde. Das gab viel Beifall, vor allem vom neuen Brotbotschafter Tim Mälzer.

Was mir auch noch fehlt, sind klare Vorgaben, was die einzelnen Brotsorten enthalten dürfen. Bäcker sind ja sehr kreativ, wenn es um die Namen für ihr Backwerk geht. Doch kaum ein Verbraucher erfährt, was genau in dem Brot, in den Brötchen verbacken wurde. Hier sollte das Handwerk etwas mehr Offenheit wagen.

Insgesamt hoffe ich genau wie die Bäcker und ihr Botschafter Tim Mälzer, der Brot für eines der emotionalsten Lebensmittel hält, auf eine Renaissance der Meister-Bäckerei um die Ecke.

Ich mache mir jetzt mit frischen Bäckerbrötchen mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Haben Sie noch einen Bäcker in Ihrer Nähe.

 


Veröffentlicht am: 06.05.2014

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