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Aufgespießt: Sendungsbewusstsein

(Helmut Harff / Chefredakteur) Ich bin ein toleranter Mensch. Leider begegnen mir immer wieder - und immer häufiger - Menschen, die weniger tolerant sind. Sie sind von ihrem Sendungsbewusstsein so ergriffen, dass sie penetranter als Vertreter der Zeugen Jehovas an der Wohnungstür sind.

Wen ich meine? Ich meine Vegetarier und Veganer. Ich meine die Vertreter der fleischlos lebenden Menschen, die einem mit allem was ihnen zur Verfügung steht von ihrer Lebensart überzeugen wollen. Sie wollen einem ihre Auffassung, dass Fleisch essen einer der Todsünden des 21. Jahrhunderts ist, mit aller Macht nahe bringen.

Damit ich nicht falsch verstanden werde, ich habe volles Verständnis dafür, dass sich jemand dazu entschließt vegetarisch oder vegan zu leben. Ich lebe ohne Auto, ohne Haustier. Im Gegensatz zu den fleischlos lebenden mit Sendungsbewusstsein werde ich einen Teufel tun und diese Menschen davon überzeugen wollen, kein Auto oder kein Haustier besitzen zu wollen.

Ich bin Preuße und habe schon mit der Muttermilch aufgesogen, dass jeder nach seiner Fasson selig werden soll, wie es ein preußischer König einmal formulierte. Da fehlt mir jedes Verständnis dafür, dass mir jemand einreden will, dass ich ein schlechter Mensch, ein Tierfeind, ein Monster bin, weil ich das tue, was die Natur für mich (ich glaube nicht nur für mich) vorgesehen hat - Fleisch zu essen. Wäre dem nicht so, wären wir wahrscheinlich Wiederkäuer.

Ich begreife einfach nicht, warum gerade Menschen, die freiwillig auf etwas verzichten, von andern verlangen, dies auch zu tun. Das gilt für Fleischmeider ebenso wie für Menschen, die sich das Rauchen abgewöhnt haben. Mir sind auch schon Menschen über den Weg gelaufen, die mich mit Vehemenz davon überzeugen wollten, dass ich die Welt gefährde, wenn ich fliege oder den Müll nicht trenne. Mögen all die "Gutmenschen" davon überzeugt sein. Ich möchte nicht, dass jemand versucht, mir seine Meinung aufzuzwingen.

Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich nicht mit anderen Lebensauffassungen auseinander setze. Ich diskutiere darüber auch gern. Doch es sollte bei einem Austausch von Auffassungen bleiben. Die Diskussion sollte im besten Fall dazu führen, den anderen besser zu verstehen, möglicherweise auch seiner Argumentation zu folgen. Doch dogmatische Grundsatzdiskussionen, die gehen mir mächtig auf den Geist.

Da ist dann irgendwann meine Toleranzschwelle erreicht. Darüber ärgere ich mich dann nochmal.

 


Veröffentlicht am: 12.05.2014

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