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Morgengruß von Helmut Harff: Homo Ludens

Ich will nur spielen

Ich gestehe, ich bin ein Homo Ludens. Aber keine Angst, ich bin weder ein Lude noch ein Luder. Ich will nur spielen, denn ich bin ein spielender Mensch.

Wie ich gerade heute darauf komme? Heute ist der „World Play Day“ - der Weltspieltag. Der wurde 1999, wie Wikipedia zu entnehmen ist, auf der 8. Konferenz der International Toy Library Association (ITLA) in Tokio ins Leben gerufen. 2006 nahmen die deutschen Ludotheken erstmals mit einer gemeinsamen Aktion am Weltspieltag, der von der UNO 2000 jeweils für den 28. Mai eines Jahres proklamiert wurde und inzwischen auch durch die UNESCO Unterstützung erfährt, teil.

Irgendwie schon komisch, dass es dafür einen festgelegten Weltspieltag gibt, obwohl wir doch als erstes in unserem Leben eines machen - spielen. Doch es scheint, wir verlernen das Spielen. Wie oft hörte ich als Kind die Ermahnung: "Erst musst Du das noch lernen, dann darfst Du spielen". Heute weiß ich, dass genau das quatsch war. Schließlich habe ich das meiste für das Leben ganz spielerisch gelernt - weit bevor ich in die Schule kam und das Lernen wichtiger als das Spielen wurde.

Ich habe später wieder entdeckt, wie wichtig das Spielen, der spielerische Umgang mit den Dingen ist. Davon sind auch die Entwickler von Computern oder Smartphones augenscheinlich überzeugt. Die Bedienung von diesen - und nicht nur diesen - Geräten ist so gehalten, dass man sie intuitiv begreift. Das heißt ja nichts anderes, als dass man diese Geräte spielerisch entdecken soll. Einfach ausprobieren, also einfach rumspielen und dabei lernen, wie die Dinge funktionieren, dass ist der Trend.

Das mag bei Zusammenbauen von Möbeln etwas kontraproduktiv sein. Wer sich eine neue Software, eine neue App erschließen will, für den ist das ein gangbarer Weg. Aber auch, wer ausgetretene Pfade am Herd verlassen will, wer neue Geschmackserlebnisse kreieren will, der spielt mit den Zufall. Wenn Menschen nicht spielen würden, hätten wir viele Wein- oder Whiskey-Sorten nicht, gäbe es nicht ständig neue Autos, gäbe es kein europäisches Porzellan. All die klugen Köpfe, die neues entwickelt haben, waren Homo Ludens.

Ich spiele gern und meine damit nicht irgendwelche Brett- oder Computerspiele. Ich spiele lieber mit Ideen, am Topf oder in vielen anderen Situationen. Ich halte mich dabei an einen Spruch von Oliver Wendell Holmes. Der US-amerikanischer Arzt und Essayist meinte "Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!". Ein kluger Satz, denn wer will schon alt werden.

Ich mache mir jetzt ganz spielerisch mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Vergessen Sie nicht zu spielen!

 


Veröffentlicht am: 28.05.2014

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