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24.11.2017

 

 

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Brandenburger Ausstellungshöhepunkte

„Preußen und Sachsen. Szenen einer Nachbarschaft– der Titel ist Programm

Auf über 800 Quadratmetern lässt die Erste Brandenburgische Landesausstellung  im Schloss Doberlug vom 7.Juni bis 2. November 2014 die Höhen und Tiefen der preußisch ‐ sächsischen Beziehungsgeschichte lebendig werden. Dabei werden nicht zuletzt auch die Klischees von Sachsens Glanz und Preußens Gloria hinterfragt.

Im Fokus steht die Zeit von der Mitte des 17. bis zum 19. Jahrhundert. Kurhut, Kronen, wertvolle Gemälde und prachtvolle barocke Schatzkunst, aber auch historische Dokumente oder aussagekräftige Alltagsgegenstände: Rund 300 hochkarätige Objekte von 90 nationalen wie internationalen Leihgebern führt das Haus der Brandenburgisch ‐ Preußischen Geschichte im Schloss Doberlug in Doberlug ‐ Kirchhain im Landkreis Elbe ‐ Elster in Südbrandenburg zusammen.

Die Landesausstellung beginnt mit jenem Abschnitt der preußisch ‐ sächsischen „Beziehungskiste“, in dem Brandenburg ‐ Preußen zum ernstzunehmenden Rivalen von Sachsen aufsteigt . Dies illustriert in der ersten Szene u. a. das um 1665 entstandene Freundschaftsbildnis von Johann Fink (Fincke), das den sächsischen und den brandenburgischen Kurfürsten Hand in Hand zeigt. Doch die dargestellte Eintracht entsprach nicht immer der Realität. Die Herrscher von Brandenburg ‐ Preußen wie Sachsen erlangten die Königswürde und traten in einen Wettstreit um die Vormacht : kulturell, politisch, dynastisch. Blutige Auseinandersetzungen blieben nicht aus, wie in der Landesausstellung zu erfahren ist. Zugleich aber war das Verhältnis der beiden Länder auch geprägt von kulturellem Austausch. Dies führt die erste große kulturhistorische Schau zum wechselvollen Verhältnis zwischen Preußen und Sachsen eindrucksvoll vor Augen.

Die Wissenschaftler beider Länder standen ebenso im fruchtbaren Dialog wie die Künstler, die für die prosperierenden Höfe in Spree ‐ Athen und Elb ‐ Florenz Meisterwerke der Schatzkunst schufen. Als Beispiel sei hier der kunstvoll gearbeitete Nautiluspokal genannt, den der sächsische Hofkünstler Permoser entwarf und der Berliner Goldschmied Quippe umsetzte. Er zählt zu den Glanzstücken der Ausstellung, die in der siebten Szene mit dem Wiener Kongress von 1814/15 endet, dessen 200. Jubiläum der Ersten Brandenburgischen Landesausstellung den Anlass gibt.

Im Erdgeschoss des Schlosses wird das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum über die baulichen Spuren des Klosters Dobrilugk informieren, die im Schloss gefunden wurden. Die Restaurierung der Klosterkirche und des Refektoriums (lange wie das Schloss als Kaserne missbraucht) ab 2002 stellt eine herausragende Leistung des Landes und der Kommune Doberlug-Kirchhain dar.

Unter dem „Dach“ des Slogans „wo Preußen Sachsen küsst“ wird die Landesausstellung von vielfältigen Veranstaltungen zu Facetten der preußisch ‐ sächsischen Geschichte begleitet: Partnerausstellungen laden ein in acht brandenburgische und drei sächsische Orte . Die Partnerausstellungen sind Teil des Themenjahres 2014 „PREUSSEN. SACHSEN. BRANDENBURG. Nachbarschaften im Wandel“ von Kulturland Brandenburg.

Der Kultursommer auf dem Doberluger Schloss ‐ und Klosterareal bietet Konzerte von Klassik bis Pop, Theateraufführungen, ein Puppenspielfestival, Chorfeste, Orgelmusiken, Gourmet ‐ und Kunstmärkte und vieles mehr. Und auch „Die Region feiert“ – mit vielfältigen regionalen und lokalen Festen und Initiativen. Im Zusammenspiel mit Akteuren vor Ort laden Kulturrouten rund um das Thema „Preußen ‐ Sachsen“ ein, Spuren der sächsischen Vergangenheit im südlichen Brandenburg zu entdecken. Dabei ist als besonders besuchenswert das Sänger- und Kaufmannsmuseum des Landkreises Elbe-Elster in Finsterwalde hervor zu heben. Finsterwalde ist die lebendigste Stadt in dem Landkreis, zu dem auch Doberlug-Kirchhain gehört.

Attraktive Restaurants und Läden, der Marktplatz, das aktive  und vor allem das Museum das sich um einen Kaufmannsladen von 1850 gruppiert machen die Stadt attraktiv.

Autor:
Jörg Raach
Foto: Kulturland Brandenburg

 


Veröffentlicht am: 30.05.2014

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