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22.07.2017

 

 

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350 Jahre Fried. Schwarze – Westfälische Kornbrennerei

Eine erfolgreiche Balance zwischen Tradition und Trend


Geschäftsführer Friedrich Schwarze (re.) und Dirk Hasenbein

Das Unternehmen Schwarze und Schlichte Markenvertrieb feiert ein Jubiläum: Seit 350 Jahren hat sich der Spirituosenhersteller mit hohem Qualitätsanspruch der Brennkunst verpflichtet.

Von Oelde in Westfalen beliefert das Familienunternehmen den Handel in ganz Deutschland, exportiert Spezialitäten ins Ausland, importiert ausländische Marken und beweist sich immer wieder aufs Neue als Hersteller außergewöhnlicher Spirituosen.

Wilhelm Schwarze, der Vater des heutigen geschäftsführenden Gesellschafters, machte die Marke Schwarze Weizen Frühstückskorn zum Flaggschiff des Unternehmens, welches 1664 mit „Swartens Hoff und Brennhaus“ erstmals urkundlich erwähnt wurde. Jenes Jahr gilt seitdem als Gründungsjahr des Familienbetriebes. Wilhelm Schwarze setzte die Tradition westfälischer Bauern fort, die einst nach schwerer Feldarbeit einen Korn zu ihrem zweiten Frühstück zu trinken pflegten. Über Jahrzehnte war neben der Versorgung des Heimatmarktes die Lieferung von „Korn in Fässern“ in den Osten des Deutschen Reiches das Hauptgeschäft der Brennerei Schwarze.

Erst im 19. Jahrhundert kam der Verkauf von Korn in Flaschen stärker auf und wurde auch für Schwarze wichtiger. Mit der frühen Eintragung des westfälischen Bauern im Scherenschnitt – auch kleiner Genießer genannt – schuf sich das Oelder Unternehmen das Markenzeichen, das seine Produkte noch heute kennzeichnet. Der kleine Genießer ist besonders im Heimatmarkt Nordrhein-Westfalen ein berühmtes Zeichen für die Qualitätsprodukte des Hauses Schwarze. Doch Wilhelm Schwarze pflegte nicht nur die Tradition, er setzte auch auf Fortschritt, brachte Herstellung und Vertrieb auf den neuesten Stand. Eine stetige Balance zwischen Tradition und Trend zeichnet das Unternehmen seitdem aus.

In Oelde, heute eine Stadt mit knapp 30.000 Einwohnern im Landkreis Warendorf, hat die Brennerfamilie Schwarze seit 1738 ihren Stammsitz. Friedrich Schwarze, Chef seit 1986, kurbelte das Geschäft maßgeblich an. Er übernahm drei Jahre nach seinem Amtsantritt Marken von König & Schlichte, in erster Linie den Original Schlichte Steinhäger, aber auch Marken wie den Bärenjäger Honiglikör sowie den Kaffeelikör Kosaken Kaffee. 1992 wurde die Firma Schwarze und Schlichte Markenvertrieb GmbH & Co. KG gegründet, unter deren Namen der Spirituosenhersteller seitdem firmiert.

Das gemeinschaftliche Portfolio mit dem Frühstückskorn von Schwarze als starkes regionales Produkt und dem Steinhäger von Schlichte als erfolgreiche Exportmarke schufen gute Voraussetzungen. Für Schwarze und Schlichte öffneten sich die Türen für eine nationale bis hin zur internationalen Vermarktung des gesamten Sortimentsportfolios. Antriebsfeder für Friedrich Schwarze war, im Zuge des Ausbaus der Vertriebsstrukturen und Zugewinnung verschiedener Marken, immer die Sicherstellung einer hohen Qualität der Produkte, das Wahren der Traditionen hinter den Produkten, aber vor allem auch die stetige Weiterentwicklung der vielseitigen Marken. 

Auf dem Feld der Honigliköre sind Schwarze und Schlichte zum Beispiel in Deutschland marktführend und bauen auf ihre Honigkompetenz auf: Den Bärenjäger Honiglikör gibt es zum einen in seiner klassischen Version auf Basis von Wodka mit mehr als 200 Gramm Honig je 0,7-l-Flasche und 35 Volumprozent Alkohol, zum anderen auch als Bärenjäger Honey-Bourbon mit 33 Prozent, in dem sich 175 Gramm Honig und originaler Bourbon eine Flasche teilen. Der Verzicht auf jegliche Aromazusätze und die Verwendung von purem Bienenhonig bilden die hochwertige

Grundlage und stehen für einen natürlichen Anspruch, dem sich das gesamte Unternehmen verschrieben hat. Die Marke Bärenjäger ist sowohl in Deutschland beliebt als auch der Exportliebling der Markenvertriebsgesellschaft in viele Länder, unter anderem in die USA, nach Südamerika, Australien oder Asien. Durch die Traditionsmarken Bärenfang und Honig-Met vereint das Unternehmen im Segment der Honigliköre heutzutage Ursprüngliches mit Modernem.

Im Bereich der Kaffeeliköre arbeitete sich Schwarze und Schlichte mit dem Kosaken Kaffee, der bereits gut etabliert war, dem Keuck Mokka Liqueur und dem Café Oriental bis heute zum Marktführer im Kaffeelikör-Segment vor. Ebenfalls konnte Schwarze und Schlichte Marken von Pott-Racke-Dujardin unter seine Vertriebsfittiche nehmen. Wie erfolgreich der neue Distributor war, zeigt das Beispiel des Weinbrands Dujardin Imperial: Der ist heute eines der bedeutendsten Exportprodukte der Firma Schwarze und Schlichte und vor allem in Kanada ein Renner. Dort ist die Marke, die es auch als Cognac Dujardin Fine gibt, als Weinbrand der Brandy Number Two.
Zusätzlich zur kontinuierlichen Gewinnung wertvoller deutscher Marken gewann das Unternehmen mit Sitz in Oelde eine zentrale Produktionsstätte in Rinteln an der Weser hinzu. Dort wird seither auf mehr als 33.000 Quadratmetern produziert und abgefüllt. Auf die regionalen Produktionsstellen wie Steinhagen für den Original Schlichte Steinhäger und Spreewald für den Schöllnitzer Spreewald Bitter wird natürlich Wert gelegt.

Spricht man von Schwarze und Schlichte, darf die Nummer eins des Hauses nicht fehlen: Three Sixty Vodka. Die besondere Vierfach-Destillation, Diamant-Filtration und das stylische Flaschendesign mit Facettenschliff strahlen Exklusivität, Style und Urbanität aus. Dieser absatzstarke Premiumvodka zeigt außerdem beispielhaft die komplette Bandbreite des Spirituosenunternehmens auf – eine kontinuierliche Balance zwischen Tradition und Trend. Schwarze und Schlichte hat 2009 die Markenrechte von Three Sixty Vodka erworben, seitdem viel in die Marke investiert und sie damit erfolgreich vorangebracht. Insbesondere die erste und reichweitenstarke TV-Kampagne „ONE, TWO ... Three Sixty. Diamond filtrated Vodka“, die Mitte 2013 angelaufen ist und so erfolgreich ist, dass sie auch in diesem Jahr weitergeführt wird, sorgt für Aufmerksamkeit und trug maßgeblich zum Absatzwachstum der Marke von 57 Prozent im Jahr 2012 und 40 Prozent im Jahr 2013 bei.

Im  Rückblick auf die mittlerweile 350-jährige gemeinsame Firmengeschichte kann für Schwarze und Schlichte und die unternehmerischen Entwicklungen das Motto gelten: „Marken, Menschen, Meilensteine.“ Als Meilensteine stehen selbstredend die Traditionen, die mit viel Liebe zum Detail erhalten und gepflegt werden. Doch gleichermaßen das Familienerbe zu schätzen, auf ehrliche Partnerschaften und gute Mitarbeiterverhältnisse zu setzen und auf den Verbraucher zu achten und zu reagieren, sind zentrale Werte in der Firmenphilosophie. Dabei legt das Unternehmen Wert darauf, nie den Blick nach vorne zu verlieren: zur passenden Zeit über Marken neue Trends zu setzen, spannende Produkte hinzuzugewinnen, andere Marken zu überarbeiten und weiterzuentwickeln. 

Zum Beispiel holte Schwarze und Schlichte den fast schon legendären Kräuterlikör Bachmann aus dem gleichnamigen Dortmunder Familienbetrieb in sein Sortiment und führt diesen Schritt für Schritt von einem regionalen Klassiker zu einer beliebten nationalen Marke. Dieser ungewöhnliche Kräuterlikör mit einer mehr als 100-jährigen Tradition überzeugte zunächst seinen Namensgeber, den Dortmunder Stadtpolizisten Bachmann bei seinen Streifzügen durch die regionalen Probierstuben. Auch heute noch gilt der Kräuterlikör, aufgrund seines überraschenden Geschmacks, als Geheimtipp unter Freunden, und das deutschlandweit. Mit einem neuen Flaschen- und Etikettdesign präsentiert sich der Bachmann Kräuterlikör in diesem Jahr in neuem Antlitz und gewinnt damit an modernem Selbstbewusstsein, das sich auf die nationale und internationale Bekanntheit auswirken wird.

Ein schönes Beispiel für eine nationale Etablierung eines Importprodukts im Hause Schwarze und Schlichte ist der mallorquinische Orangenlikör Angel d’Or. Sein fruchtiger, frischer Geschmack basiert auf den berühmten Orangensorten aus dem Tal von Sóller, dem Ort, der als Wiege des Orangenanbaus in Europa gilt. Der Angel d’Or vermittelt südländisches, mediterranes Flair und ist der ideale Mallorca-Sundowner. In enger Zusammenarbeit mit dem spanischen Produzenten vor Ort, Dos Perellons, ist der Orangenlikör nach den Wünschen und Vorstellungen von Schwarze und Schlichte perfektioniert und aktuell einem vollständigen Relaunch unterzogen worden. Sowohl in der Rezeptur sind neue Akzente gesetzt worden, und ein klares und hochwertiges Flaschendesign wurde umgesetzt.

Weitere erfolgreiche ausländische Marken, die Schwarze und Schlichte nach Deutschland geholt hat, sind beispielsweise der aus Gerste destillierte Vodka Koskenkorva 013, der im Heimatland Finnland führend ist, ein Aperitivo und zwei Liköre des Traditionshauses Luxardo aus Italien, der Kentucky Whiskey John B. Stetson oder aus der Dominikanischen Republik der Premium-Rum Ron Barceló.
 
Für eine stetige Balance zwischen Tradition und Trend steht Schwarze und Schlichte ein und kann ganz nach dem Motto „Marken, Menschen, Meilensteine“ auf 350 Jahre erfolgreiche Unternehmensgeschichte zurückblicken. Klassisches aus dem Inland steht neben gefragten Importprodukten. Am 11. Juli 2014 begeht das Familien- und Traditionsunternehmen Friedr. Schwarze – Westfälische Kornbrennerei mit einem Fest im Vier-Jahreszeiten-Park feierlich sein 350-jähriges Jubiläum. 

 


Veröffentlicht am: 19.06.2014

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