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Morgengruß von Helmut Harff: Bravo Dänemark

Volltrunkenen Autofahrern geht es ans Liebste

Als ich gestern in der Berliner U-Bahn das Zugfernsehen verfolgte, traute ich meinen Augen nicht. Was ich da las, fordere ich seit Jahren: Das Auto wird beschlagnahmt, wenn jemand unter Drogen oder mit mehr als 2 Promille Alkohol im Blut am Lenkrad angetroffen wird. Das Auto ist auch dann schon weg, wenn der Fahrer mit mehr als 1,2 Promille fährt, aber innerhalb der vergangenen drei Jahre mit über 0,5 Promille geschnappt wurde.

Ich glaubte das erst, als ich die Meldung mehrfach im Internet bestätigt fand. Leider bezog sich die nicht auf Deutschland. Die Dänen gehen so endlich gegen solche Autofahrer vor, die mit ihrem Verhalten Menschenleben massiv gefährden. Wer unter Drogen oder volltrunken - oder es drastisch zu sagen: besoffen - mit dem Auto unterwegs ist, ist für mich jemand, der schwere Verletzungen und den Tod von Mitmenschen zumindest billigend in Kauf nimmt. Er benutzt dazu eine Waffe - sein Auto. Da ist es nur Recht und Billig, wenn man ihm diese Waffe weg nimmt. Dass der Führerschein außerdem für drei Jahre entzogen wird, sei nur am Rande erwähnt.

Die Dänen geben das Auto auch nicht zurück. Das beschlagnahmte Fahrzeug wird versteigert. Der Finanzminister freut sich dann über zusätzliche Einnahmen. Das Gesetz gilt - wie sollte es auch anders sein - nicht nur für Dänen, sondern für alle Verkehrsteilnehmer. Es gilt bereits - also Vorsicht!

So ganz allein stehen die Dänen mit ihrem Vorgehen in Europa nicht da. In Italien wandert das Auto schon bei 1,5 Promille am Steuer in die staatlichen Versteigerungshallen.

Wenn das in zwei EU-Staaten möglich ist, warum dann nicht in der gesamten Europäischen Gemeinschaft. Wo bleiben die deutschen Politiker, wo bleibt Verkehrsminister Dobrindt mit entsprechenden Vorstößen, mit entsprechenden Gesetzesinitiativen? Alkohol am Steuer das ist in Deutschland für viele noch ein Kavaliersdelikt - auch wenn im Wiederholungsfall bis zu 1.500 Euro Strafe, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot drohen. Wer mit mehr als 1,6 Promille unterwegs ist, muss sogar zur MPU - dem sogenannten Idiotentest.

Das scheint aber noch immer nicht abzuschrecken. Ich glaube, dass die Dänen mit ihrem Vorgehen auf dem richtigen Weg sind. Es gibt einfach keinen Grund, sich betrunken - und 2 Promille sind wirklich viel - hinter das Steuer zu setzen. Wer so gewissenlos ist, muss massiv bestraft werden. Da darf man auch nicht mit der Ausrede davon kommen, man war ja volltrunken und deshalb nur begrenzt oder gar nicht schuldfähig.

Nun warte ich gespannt auf entsprechende Gesetzesinitiativen aus dem Autofahrerland Deutschland.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück. Übrigens: Gestern bin ich unter Alkohol Auto gefahren. Mein Taxifahrer war ein richtig toller Typ.

Ihnen wüsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 02.07.2014

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