Startseite  

22.10.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Verrückte

Ich mag solche Menschen

Es gibt Menschen, die bezeichnet man als verrückt. Das verrückte daran ist, dass die so bezeichneten darüber nicht einmal sauer sind. Sie sind ja auch eigentlich nicht verrückt, sie sein eher besessen.

Solcher Art verrückter Menschen, wie ich sie meine, haben sich ganz einer Sache verschrieben, die sie entweder gar nicht gelernt haben oder die man überhaupt nicht lernen kann So ein Mensch war mein Freund Wolfgang. Der war Fußball-Statistikfan. Sein Interesse galt vor allem dem Berliner Fußball. Er hatte stapelweise Statistiken zuhause, wusste wirklich alles über den Berliner Fußball. Kein Wunder, dass es irgendwann bei einer Berliner Fußballzeitung als Journalist landete.

Wolfgang fiel mir gestern ein. Da besuchte ich die Sternwarte in Falera, einem kleinen Dorf in Graubünden, dass zum Verbund Flims-Laax-Falera gehört. Sternwarte in einem Schweizer Nest am Ende der Welt, wer kommt auf eine so abwegige Idee? Wo ist überhaupt diese Sternwarte? Sieht man von oben auf das Dorf, ist keine Kuppel zu sehen. Da hat sich wohl einer ein Teleskop auf den Balkon gestellt.

Na, ja, ich war zumindest gespannt. Doch mein Besuch begann nicht in einem Haus oder gar in einer Sternwarte, sondern in einem Café. Dort begrüßte mich der Wirt José De Queiroz. Was hat ein Gastronom mit einer Sternwarte zu tun? Sehr viel, wie ich nach einem Stück hausgebackenem Kuchen (dafür fünf Sterne) erfuhr.

Der gebürtige Portugiese ist ein Astronom aus Passion. Das wurde auf dem Weg zur Sternwarte deutlich. Wir standen nach zehn Minuten vor einem unscheinbaren Haus – mehr Schuppen als Sternwarte. Doch kaum steht man in dem Gebäude, wird deutlich, hier sieht man nicht nur mal in die Sterne, winkt dem Mann im Mond. Hier arbeitet man wissenschaftlich, hier sind keine Amateure am Werk.

In der Sternwarte Falera werden Himmelkörper beobachtet, die der Erde gefährlich nahe kommen. Hier sind Menschen zugange, die ihre Daten direkt an die US-Raumfahrtbehörde NASA schicken, die an wissenschaftlichen Experimenten von Universitäten teilnehmen.

Das kann man, wenn man studierter Chemiker und Gastronom ist. Mann kann, wenn Mann will und sich seiner Profession mit Haut und Haaren widmet.
Es ist einfach faszinierend, was sogenannte Laien oder Amateure leisten können, wenn sie nur wollen. Sicherlich, etwas verrückt muss man schon sein, sich so einer Sache hinzugeben. Doch was wäre die Menschheit, ohne solche verrückten Menschen. Die meisten Erfindungen wären  bis heute nicht gemacht.

So, ich gehe jetzt frühstücken und dann wandern. Hoffentlich regnet es heute nicht.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Was ist Ihre Profession?

 


Veröffentlicht am: 12.07.2014

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit