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Morgengruß von Helmut Harff: Treu und Glauben

Gilt der Handschlag noch...

Vor einigen Tagen hörte ich ein Interview mit Edzard Reuter. Der ehemalige VW-Chef sprach vom ehrbaren Kaufmann, von einem anständigen Kaufmann. Davon spricht einer, der an der Spitze eines der größten deutschen Konzerne stand? Einer der Milliarden bewegte und unter dessen Ägide zig Tausende Menschen arbeiten? Das ließ mich aufhorchen.

Der Sohn von Ernst Reuter ("Völker der Welt, schaut auf diese Stadt") - ehemaliger Berliner Bürgermeister - meinte ernst was er sagte. So zeigte er sich überzeugt davon, dass man nicht alles machen darf, auch wenn es nicht verboten oder sogar erlaubt ist. Deshalb gefalle ihm auch der Begriff von anständigen Kaufmann besser als der vom ehrbaren.

Ich erwischte mich dabei, zu überlegen, wie das bei mir ist. Schließlich möchte jeder ein anständiger Kaufmann, ein anständiger Journalist sein. Hat Treu und Glauben, hat der Handschlag heute noch Konjunktur? Ich kann für mich sagen, dass dem so ist. Die meisten Verabredungen, Gewinnspielabsprachen und Werbedeals funktionieren genau so. Man spricht die Dinge ab und fertig. Meistens erfolgt der Handschlag virtuell und man vertraut einander. Bisher wurde ich - bis auf ganz wenige Ausnahmen - noch nie enttäuscht. Ich hoffe, dass sagen auch meine Partner von mir.

Ich werde dagegen immer skeptischer, wenn mir jemand mit einem mehrseitigen Vertrag kommt und es am Ende nur um einen kleinen dreistelligen Betrag geht. Gleiches gilt, wenn jemand viel Versprechungen macht und die in Vertragsform kleidet. Da sind mindestens mehrere Hintertürchen eingebaut. So zumindest meine Erfahrung. Außerdem habe ich weder Lust und Zeit diverse Vertragsseiten zu studieren oder die gar zu Prüfung einem Anwalt zu übergeben. Und mal ehrlich, wer geht schon wegen einigen Hundert Euro vor Gericht.

Ich setzte, genau wie Edzard Reuter darauf, dass mein Gegenüber ein anständiger Kaufmann ist und er mich ebenfalls als einen solchen sieht. Es macht ja auch keinen Sinn, seinen Partner über den Tisch ziehen zu vollen. Nicht nur, dass man sich im Leben zumeist zweimal sieht, so etwas spricht sich auch schnell rum. Ein ruínierter Ruf ist weit geschäftsschädigender, als alle paar Jahre ein Verlust von einigen Hundert Euro.

Übrigens: Ich glaube, dass Treu und Glauben, dass anständiges Handeln unser gesamtes Leben bestimmen sollte. Um noch einmal ein Sprichwort zu bemühen: Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Wer immer nur auf seinen Vorteil aus ist, muss sich nicht wundern, wenn andere mit ihm auch nicht ehrlich umgehen. Wer will das schon - ein anständiger Kaufmann - sprich Mensch - mit Sicherheit nicht.

Heute gehe ich nicht frühstücken, zumindest nicht wie sonst am Sonntag. Wir treffen uns am Strand. Gefrühstückt wird dann im Strandkorb.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und genießen Sie den Sommer-Sonntag.

 


Veröffentlicht am: 20.07.2014

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