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Morgengruß von Helmut Harff: (Un)sportlich

Behindert oder nicht - ist das die Frage?

Sie haben sicherlich von dem erneut aufgebrochenem bizarren Streit darüber gehört, ob ein behinderter Sportler bei den nichtbehinderten starten darf. Auf den ersten Blick scheint das ja kein Problem zu sein. Wieso soll ein Blinder sich nicht mit sehenden messen, wenn er in seiner Sportart genauso gut ist, wie sehende?

Doch wenn jemand ein "Ersatz-Körperteil" oder beispielsweise einen Rollstuhl hat, um sein körperliches Handicap zu kompensieren, sieht das schon ganz anders aus. Wenn ich beispielsweise meine Marathonzeit von mehr als vier Stunden verbessern will, könnte ich mich in einen Renn-Rollstuhl setzen. Voraussetzung ist, dass "Rollis" mit den Läufern in einer Gruppe starten. Das macht man nicht.

Nun gibt es einen Weitspringer Namens Markus Rehm. Ihm wurde ein Unterschenkel amputiert. Um zu springen, benutzt er eine Hightech-Prothese. Und er springt damit richtig weit. So weit, dass er damit die Norm für die Teilnahme an der Europameisterschaften der erfüllte. Das gelang dem frisch gebackenen Deutschen Meister (bei den "Gesunden") als einzigem Deutschen. Nun stellt sich der Deutsche Leichtathletikverband auf den Standpunkt, dass Rehm mit seiner Prothese einen Vorteil gegen über den "Zweibeinern" hat. Er darf nicht zur EM fahren.

Es  ist schwer, hier eine Position pro oder kontra zu beziehen. Wer da beispielsweise als Weitspringer startet, hat ja auch ganz besondere physische Voraussetzungen für seinen Sport. Ein Marathonläufer wird wohl kaum ein guter Weitspringer werden und um gekehrt. Doch haben alle Klasse-Weitspringer diese sportspezifischen körperlichen Voraussetzungen. Bei Markus Rhem ist das anders. Er kann sich je nach "Verwendungszweck" spezielle Prothesen anfertigen lassen. Das ist sicherlich ein Vorteil gegenüber nicht amputierten.

Nun glaube ich zwar nicht, dass sich jemand den Unterschenkel amputieren lässt, um Weitsprungmeister zu werden. Bei dieser Sportart gibt es ja auch kaum Geld zu verdienen. Doch wie ist das mit Boxern, mit Basketballern? Hier wären Prothesen unter Umständen von Vorteil. Denkbar ist hier vieles. Und wir wissen ja, wozu Menschen in der Lage sind, wenn es um Erfolg und Geld geht.

Ich glaube, dass man besser fährt, wenn man nicht behinderte und behinderte Menschen in verschiedenen Wettbewerben starten lässt. Ich bin allerdings vehement dafür, dass man die Leistungen aller Top-Sportler in gleichem Maße würdigt. Ich bin ebenso dafür, dass behinderten Athleten die gleiche mediale Aufmerksamkeit zuteil wird, wie nichtbehinderten. Das gilt ebenfalls für die Sponsoren. Die sind ohnehin nicht so leicht zu finden. Behinderte Sportler haben hier noch größere Probleme. Hier, so finde ich, sind alle, sind wir alle gefordert, dem behinderten Sportlern die gleiche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, wie allen anderen.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 31.07.2014

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