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Morgengruß von Helmut Harff: Themenwechsel

Heute habe ich gleich zwei Themen

Manchmal habe ich schon Schwierigkeiten, ein Thema für den Morgengruß zu finden. Heute liegt zumindest eines auf der Hand: Bernie Ecclestone. Eigentlich ist dazu schon alles gesagt und geschrieben. Es zeigt sich, dass nicht alles, was der Gesetzgeber erlaubt, auch gemacht werden sollte. Hier hat sich niemand mit Ruhm bekleckert.

Bekleckert ist das Rechtsempfinden und die ohnehin nicht weiße Weste der deutschen Justiz. Mich erinnert das Ganz an den Ablasshandel, wie ihn Martin Luther einst so massiv kritisierte. Mich interessiert nun, ob der bestochene Banker Gerhard Gribkowsky etwas unternimmt. Schließlich hat man ihn zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Ich werde mit Verweigerung auf den Ecclestone-Deal reagieren. Ich sehe erst wieder die Formel-1, wenn Ecclestone dort seinen Hut genommen hat.

Doch mein zweites - mein eigentliches - heutiges Thema, ist viel dramatischer. Das meine ich zumindest. Es geht um Steuererleichterungen. Die SPD fordert ja in guter FDP-Manier genau solche und will endlich die sogenannte kalte Progression abschaffen. Berlins Bürgermeister würde sicherlich sagen "... und das ist auch gut so". Recht hätte er.

Leider hat die SPD eine andere Zielgruppe als die FDP (gern hätte). Letztere würde vielleicht zumindest in einem Nebensatz an die weit über eine Millionen Freiberufler und Selbständige denken, die ohne Angestellte ihre Brötchen verdienen müssen. Die werden von der Steuer beziehungsweise vom Finanzamt nicht gerade mit Wohlwollen betrachtet. Die Liste, wie man diese große Gruppe von sehr aktiven Menschen steuerlich entlasten könnte, ist sicherlich zu lang, als sie hier aufzuführen. Sie reicht aber von Vereinfachungen im Steuerrecht bis zu deutlichen Entlastungen.

Mich wundert immer wieder, dass im kapitalistischen Deutschland so wenig für die Stützen der Gesellschaft, die Selbstständigen und Freiberufler getan wird. Manchmal glaube ich, dass die DDR einem anderen sozialistischen Staat beigetreten ist. Die DDR hätte übrigens einen Mann wie Bernie Ecclestone sicherlich gegen eine "Spende" von 100 Millionen US-Dollar auch laufen lassen. Für Devisen machte man da schließlich nahe zu alles.

Wieso macht das heutige Deutschland so gut wie nichts für die Menschen, die auf eigenes Risiko arbeiten? Wieso hat diese Gruppe augenscheinlich keine oder zumindest keine erfolgreich arbeitende Lobby? Wenn die Regierung so vollmundig die Frauenförderung - gab es auch in der DDR - vor sich her trägt, wieso unterstützt sie nicht die freiberuflichen und selbständigen Frauen? Schließlich sind hier viele Frauen anzutreffen, die sich nicht nur verwirklichen wollen, sondern die - genau wie die Männer - hier ihr Lebensunterhalt verdienen. Rechnet man mal den Stundenlohn von diesen Einzelkämpfern aus, so kommen viele nicht einmal auf den Mindestlohn.

Vielleicht doch ein konkreter Vorschlag: Einkommenssteuer wird erst fällig, wenn der Freiberufler oder Selbstständige mehr als den Mindestlohn in der Stunde verdient.

Ich mache mir nun mein Frühstück. Da fällt mir ein, ich muss mich wieder um die Steuer kümmern. Aber dafür habe ich ja jetzt am Wochenende mehr Zeit, schließlich sehe ich ja nicht mehr stundenlang die Formel-1.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 06.08.2014

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