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24.03.2017

 

 

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WeltGenussErbe Bayern: Info-Offensive zum EU-Herkunftsschutz

Was Hersteller schützt und Verbrauchern nützt

Überall in Europa werden regionaltypische Spezialitäten gepflegt. Um sie vor Nachahmung zu bewahren, zeichnet die Europäische Union (EU) diese Originale mit speziellen Herkunftszeichen aus. Wofür diese EU-Herkunftszeichen stehen, wie sie Erzeuger und Hersteller schützen und warum sie Verbrauchern nützen – das zeigt zum Beispiel die EU-geförderte Kampagne „WeltGenussErbe Bayern“. Im August startet sie mit neuen Produkten, Aktionen und Info-Angeboten in die zweite Phase.

Getragen wird die Kampagne vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium und den Schutzverbänden für Allgäuer Bergkäse und Allgäuer Emmentaler, Bayerisches Bier, Nürnberger Rostbratwürste sowie – neu – Bayerisches Rindfleisch, Schrobenhausener Spargel und Abensberger Spargel. Der Absender ist kein Zufall: Bayern ist eine der aktivsten deutschen Spezialitäten-Regionen. 26 bayerische Agrarprodukte und Lebensmittel tragen bereits die EU-Herkunftszeichen, elf weitere sind im Antragsverfahren.

Erst genau hinsehen, dann entspannt genießen


Im Blickpunkt der Kampagne WeltGenussErbe Bayern stehen die EU-Herkunftszeichen „geschützte geografische Angabe“ (g.g.A.) und „geschützte Ursprungsbezeichnung“ (g.U.): Nur traditionsreiche, hochwertige Spezialitäten, die untrennbar mit einer bestimmten Region verknüpft sind, dürfen sie tragen. Im Handel erkennt man die Spezialitäten, die aktuell unter dem EU-Herkunftsschutz stehen, entweder am gelb-blauen bzw. gelb-roten Zeichen oder eben an der geschützten Produktbezeichnung mit dem Zusatz „g.g.A.“ oder „g. U.“. Produkte mit geschützter geografischer Angabe (g.g.A.) müssen in der genannten Region und getreu traditioneller Verfahren erzeugt und/oder hergestellt und/oder verarbeitet werden. Die Rohstoffe bzw. einzelne Zutaten müssen nicht unbedingt aus der Region stammen, wie zum Beispiel bei den Nürnberger Rostbratwürsten. Häufig ist dies aber der Fall: Schrobenhausener Spargel g.g.A. und Abensberger Spargel g.g.A. wird zu 100 Prozent in den genannten Regionen angebaut.

Produkte mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.) müssen in der genannten Region erzeugt, verarbeitet und hergestellt werden. Auch alle Rohstoffe müssen aus der genannten Region stammen – wie zum Beispiel die Rohmilch für Allgäuer Bergkäse und Allgäuer Emmentaler.

Neue Info-Angebote, Events und Inspirationen aus der Spitzenküche

Die aktuelle Info-Kampagne zum WeltGenussErbe Bayern läuft von 2014 bis 2017. Das Budget liegt bei rund 1,5 Millionen Euro; die EU fördert die Maßnahmen zu 50 Prozent. Geplant sind neben einem Ausbau der Website www.weltgenusserbe.eu auch Auftritte in Deutschland und Italien, Magazin-Beileger und Presseveranstaltungen mit Meistern, Kennern und prominenten Topfguckern.

Ein gutes Gefühl für Kopf und Bauch

Der Kauf von Lebensmitteln ist Kopf- und Bauchsache, geleitet vom Wunsch nach Sicherheit – und nach einem ganz bestimmten Lebensgefühl. Für Verbraucher sind die EU-Herkunftszeichen klare Signale: Hier kann unbesorgt zugreifen, wer Genüsse mit Heimat und eindeutiger Herkunft schätzt. Denn nur wo „Bayerisches Bier“ samt „g.g.A.“-Zeichen draufsteht, ist auch garantiert reinstes Bier aus Bayern drin. Und als „Allgäuer Bergkäse g.U.“ darf nur Käse vermarktet werden, der in bestimmten Allgäuer Regionen aus 100 Prozent Allgäuer Rohmilch hergestellt wurde. Ebenso steht der Spezialitätenschutz aber auch für Handwerkskunst und Tradition, für Lebensmittel mit Geschichte, mit unverkennbarem Duft und heiß geliebtem Geschmack.

Jahrhunderte alte Rezepturen – trendige, junge Rezepte

Trotz ihrer oft jahrhundertelangen Historie sind die geschützten Schmankerln ganz im Hier und Heute angekommen. „Nürnberger Rostbratwürste g.g.A.“ zum Beispiel werden in Nürnbergs Metzgereien und Großbetrieben wie zu Großmutters Zeiten gewolft und gewürzt. Doch auf den Teller kommen sie längst nicht nur traditionell, also gegrillt und mit Sauerkraut angerichtet oder, im Sud gegart, als Saure Zipfel.

Im Internet auf www.weltgenusserbe.eu finden Hobby- und Profiköche auch viele junge und raffinierte Gerichte, von der Ingwer-Karotten-Suppe mit Bratwurstspießchen über Bratwurstknödel auf Sommergemüse bis zum Semmelknödel-Carpaccio mit Nürnberger Rostbratwurst. Und Bayerisches Rindfleisch g.g.A. macht selbst in Form eines klassischen Tafelspitzes auch in der modernen Küche eine gute Figur.

 


Veröffentlicht am: 15.08.2014

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