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Morgengruß von Helmut Harff: Neid

Ich will mehr Feiertage

Ich bin neidisch auf die Katholiken. Nein, eigentlich nicht auf die, sondern eher auf die Menschen in sogenannten katholischen Bundesländern. Nur weil die etwas anders den Gottesdienst feiern, einen Papst haben und Hunderte von Heiligen anbeten, müssen die weniger arbeiten, als wir, die in nicht katholischen Ländern leben.

Heute bin ich besonders neidisch auf die Saarländern und auf jene Bayern, die heute frei haben. Sie feiern die Auferstehung Marias, der Mutter von Jesus. Ich habe nun überhaupt nichts dagegen, dass im Himmel auch einige Frauen sind - ganz im Gegenteil. Das zeigt doch, dass Frauen auch in der katholischen Kirche ihren Platz haben. Leider trifft das im Hier und heute nicht mehr zu.

Doch das nur nebenbei. Ich bin einfach neidisch, dass ich als Berliner deutlich weniger Feiertage habe, als alle anderen Deutschen, die Brandenburger eingeschlossen. Nun wäre es billig, dafür zu plädieren, dass wir auch in Berlin und in den anderen sogenannten protestantischen Bundesländern so viele Feiertage bekommen, wie die Menschen südlich des "Weißwurstäquators".  Das hätte zur Folge, dass ich nicht mehr neidisch wäre.

Ich bin jedoch - das ist ja kein Geheimnis - dafür, Feiertage - vor allem regionale wie den heutigen - abzuschaffen. Wer beispielsweise Marias Himmelfahrt gedenken will, kann das ja außerhalb seiner Arbeitszeit machen oder dafür einen Tag Urlaub nehmen. Das müssen die Katholiken in der Diaspora ja auch machen. Gleiches gilt für Protestanten in katholisch dominierten Bundesländern und Berlin, die den Reformationstag begehen wollen. Von Mitbürgern muslimischen Glaubens ganz zu schweigen.

Doch Neid her oder hin, ich habe selbstverständlich auch einen Vorschlag zur Güte: Es werden mit Ausnahme der bundesweiten alle religiösen Feiertage abgeschafft. Dafür gibt es einige sogenannte religiöse freie Tage. Die kann jeder an einem religiös bedeutenden Tag nehmen um so seinen Glauben besser leben zu können. Das sollten die Religionsgemeinschaften gemeinsam mit dem Staat finanzieren. Dann würde sich auch keine Gruppe von gläubigen Menschen zurück gesetzt fühlen.

Vielleicht ist meine Idee gar nicht so schlecht. Ich befürchte nur, dass weder die Religionsgemeinschaften noch die Territorialfürsten - sprich Ministerpräsidenten der Länder - sich dafür erwärmen können.

Nun mache ich mir erst einmal mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und - so Sie "betroffen" sind - einen schönen Feiertag.

 


Veröffentlicht am: 15.08.2014

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