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20.09.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Geräusche

Manchmal könnte ich...

Wir sind ständig und überall von Geräuschen umgeben. Die meisten nehmen wir nur unterbewusst wahr. Viele Geräusche filtern wir aus, andere gehören einfach zu unserem Leben.

Es gibt angenehme Geräusche. Für die meisten gehört die Lieblingsmusik genauso dazu, wie das Rauschen des Waldes, das leise Brabbeln oder das gewaltige Brausen eines Wasserfalls, das Singen eines Vogels. Sicherlich freuen wir uns über das Lachen eines Babys. Wenn das aber schreit, ist unsere Freude schnell dahin. Das gilt ebenfalls für das lautstarke Werben um ein Weibchen durch Vögel am sehr frühen Morgen vor dem offenen Fenster.

Es gibt Geräusche, die uns vor Gefahren bewahren sollen. Ich denke hier an eine Autohupe, aber auch an die weithin hörbaren Motorengeräusche. Letztere machen Elektromobile nicht. Das ist ein Problem, denn wir sind gewöhnt, beim Überqueren einer Straße kommende Autos nicht nur mit den Augen, sondern auch mit den Ohren wahrzunehmen. Wenn wir das Auto nun nicht mehr hören, haben wir ein Problem. Das ist auch den Autobauern klar. Man arbeitet daran, ist zu hören. Schon komisch. Einerseits ist man froh, den Lärmsmog einzudämmen, andererseits gefährden uns fehlende Geräusche.

Andere Geräusche sind ebenfalls für viele Mitmenschen nur schwer zu ertragen. Ich meine die von startenden und landenden Flugzeugen und die von dahin rasenden Zügen. Gegen die Zug- aber auch gegen die Autogeräusche werden Mitbürger durch meterhohe Schallschutzwände abgeschirmt. Das ist alles andere als ansehnlich. Auf deutschen Autobahnen, aber auch im ICE habe ich immer wieder den Eindruck, durch das Grenzgebiet der DDR zu rasen. Links ne Mauer, rechts ne Mauer. Was dahinter liegt - ich kann es nur ahnen.

Noch hat man keine Schutzwände gegen den Fluglärm errichtet. Das wird auch schwer. Da helfen nur Schallschutzfester, gute Nerven oder entvölkerte Flugschneisen. Komisch, auf letztere Idee ist augenscheinlich noch nie jemand gekommen. Wäre ja auch eine kranke Idee.

Sie fragen sich sicher, wie ich auf mein heutiges Thema gekommen bin. Ganz einfach, es war das Geräusch, dass ich jeden Morgen als erstes wahrnehme und möglichst schnell wieder beende. Klar, ich meine den Wecker. Schon schwachsinnig, da stelle ich jeden Abend den Wecker "scharf", um mich dann am Morgen über ihn zu ärgern.

Doch ohne Wecker - das geht eben auch nicht. Selbst im Urlaub komme ich ohne ihn nicht aus. Mein Wecker ist sozusagen mein wichtigstes Schlafutensil. Weiß ich, dass da kein Wecker ist, werde ich mehrfach nachts wach und sehe auf die Uhr. Das Vorhandensein des Weckers beruhigt mich, lässt mich schlafen. Allerdings nur so lange, bis ein penetrantes Geräusch mich weckt. Dann könnte ich das Ding jeden Morgen an die Wand klatschen.

Damit ich weder den Wecker im Halbschlaf einfach abschalte noch jeden Tag einen neuen kaufen muss, greife ich zu einem bekannten Trick. Mein Wecker steht so weit weg vom Bett, dass ich aufstehen muss, um ihn zum Schweigen zu bringen. Das hat zwei Vorteile: Ich bin schon mal aus dem Bett und meine erste Wut auf den Wecker und sein nervendes Geräusch ist schon verraucht.

Ich mache mir jetzt mein Frühstück und freue mich auf die Geräusche von Kaffeemühle, Kaffeemaschine, Milchaufschäumer und Toaster. Das sind für mich die schönsten Morgengeräusche - neben dem Morgenkuss selbstverständlich

Ihnen wünsche ich eine genussvolles Frühstück voller angenehmer Geräusche.

 


Veröffentlicht am: 20.08.2014

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