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23.07.2017

 

 

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Aufgespießt: Laufgedanken

(Helmut Harff / Chefredakteur) Laufen gehört für viele Menschen, so auch für mich, zum täglichen Leben. Zum täglich Leben stimmt nicht mehr ganz, aber zweimal die Woche schnüre ich schon noch die Laufschuhe. Das ist bei meiner zumeist sitzenden Tätigkeit auch mehr als notwendig. Ich kenne einfach zu viele Leute, die es nicht bis zum 60. Lebensjahr geschafft haben.

Doch die Gesundheit ist nicht nur die einzige Triebfeder, den inneren Schweinhund zu besiegen. Das Laufen trägt auch dazu bei, dass mein Bauchumfang immer noch messbar bleibt. Obwohl, um ein Bier abzulaufen, muss man schon eine halbe Stunde joggen. Da sollte ich wohl noch häufiger in mein Laufdress schlüpfen.

Ich laufe aber auch gern, weil ich dabei meinen Gedanken nachhängen kann. Es stört mich fast gar nichts beim Nachdenken. Kein Telefon klingelt - ich laufe ohne Handy - und die Radfahrer oder Hundeausführer sind keine wirklichen Störer. Ich kann jedenfalls gut nachdenken, die Dinge in meinem Kopf sortieren. Ich überlege beim Laufen, was ich in der nächsten Zeit vorhabe, was zu erledigen ist.

Es kommt auch sehr häufig vor, dass ich mit einem fertigen Artikel im Kopf vom Laufen nach hause komme. Dann muss sogar die Dusche warten, denn Gedanken sind flüchtig und wollen schnell aufgeschrieben werden.

Beim Laufen kommen mir auch sonst viele Ideen. Die meisten landen im gehirneigenen Papierkorb. Einige denke ich weiter und wenige kommen in die engere Wahl. Manches wird dann Realität. Doch bis es so weit ist, laufe ich mit der Idee einige Runden. Sie hat dann die Gelegenheit zu reifen. Ich habe beim Laufen Zeit, das für und wider abzuwägen, gedanklich auch vordergründig unsinnige Wege zu gehen. Das ist so etwas wie Brainstorming mit mir selber. So nutze ich die Zeit und kann Schnellschüsse vermeiden, die häufig viel Zeit und manchmal auch Geld kosten.

Noch einen positiven Aspekt sehe ich im regelmäßigen Laufen: Ich lerne so meinen inneren Schweinehund zu besiegen. Der läuft nämlich überhaut nicht gern, liegt lieber auf seine Decke und futtert. Doch gerade als heimarbeitender Freiberufler muss ich meinen inneren Schweinehund im Griff haben, muss ihm sagen wo es lang geht. Laufe ich, zeige ich mir selber, dass ich Herr in meinem eigenen inneren Hause bin.

Ganz zum Schluss kann ich mir mit dem Laufen auch noch so etwas wie Befriedigung verschaffen. Nein, ich meine die Befriedigung, eine gute Leistung, sprich eine gute Zeit, abgeliefert zu haben. Mich jedenfalls befriedigt es, wenn ich immer etwas schneller meine Laufstrecke bewältige oder zumindest meiner Durchschnittszeit nicht allzu weit hinterher hinke.

Laufen, das ist ein Sport, den ich überall ausüben kann. Es bedarf - sieht man einmal von gutem Schuhwerk ab - kaum einer speziellen Ausrüstung. Und, ich schätze vor allem meine Laufgedanken.

 


Veröffentlicht am: 25.08.2014

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