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Ob Regenguss oder Sonnenschein

Thema auf der Interboot: Wetterprognosen im Vergleich

Friedrichshafen – Vom Winde verweht – Eine aussagekräftige, treffende Wettervorhersage zu erstellen, ist eine Kunst, die viel Technik und noch viel mehr Erfahrung erfordert. Regionale Besonderheiten wie am Bodensee können eine Prognose an ihre Grenzen bringen.

Wie wichtig die Kenntnis der Wetterlage für Planung, Ausrüstung und Sicherheit ist, wissen nicht zuletzt Bootseigner und Wassersportler. Vom 20. bis 28. September präsentieren rund 500 Aussteller auf der Interboot Produkte und wissenswerte Informationen rund ums Boot, das Zubehör und den Bodensee.

Wer nicht im Regen stehen möchte, für den ist es gut zu wissen, wie das Wetter wird – ein Wunsch der sich wohl nie ganz erfüllen kann. Schon im Altertum wurde geforscht und die Annäherungen werden Dank ausgefeilter Technik immer besser. Zu Land, zu Wasser und in der Luft helfen Wetterprognosen richtig zu planen, sich entsprechend auszurüsten und rechtzeitig Warnungen auszusprechen. Je nach Anforderung, privat oder professionell, unterscheiden sich Wettervorhersagen im Umfang, Detail und bezüglich des Zeitraumes, den sie prognostizieren sollen. Manchmal reicht der Blick aus dem Fenster. Regattasegler dagegen würden gerne Stärke, Zeitpunkt, Windrichtung und Einfallswinkel jeder einzelnen Böe während eines Rennens im Voraus kennen. Eine Herausforderung für jeden Meteorologen.

So vielschichtig und vielzählig wie die Erwartungen an eine Wettervorhersage sind auch deren Anbieter. Auffällig jedoch - die Ergebnisse ähneln sich. Amerikanische Wettermodelle und deren einheitliche Nutzung sind der Grund. Insbesondere kostenfreie Anbieter haben gleiche Quellen. Für eine grobe Vorschau sind wetter.com, wetteronline.de oder meteoschweiz.ch schon ausreichend. Besser sind jedoch Portale, die nach Regionen unterscheiden, zum Beispiel der Deutsche Wetterdienst (dwd.de/Wetter und Warnungen), meteoblue.com, bodenseee.net oder Spezialisten wie de.windfinder.com, die ihr Angebot für bestimmte Zielgruppen aufbereiten.

Noch ausführlichere Informationen offerieren kostenpflichtige Anbieter, die in der Regel eine höhere Treffsicherheit haben, da sie spezifisch und regionsbezogen, teils im persönlichen Gespräch, antworten. Wetterexperte Meeno Schrader bietet auf wetterwelt.de zu einem gesunden Preisleistungsverhältnis Prognosen an, auch kleinräumige Vorhersagen an Privatkunden. Schrader ist selbst passionierter Segler.

Keine trüben Aussichten hat, wer das Smartphone oder Tablett an Bord mitführt: Der Empfang der Daten läuft heute, neben dem Internet, überwiegend über SMS und Apps, auch bei wetterwelt.de, sodass die aktuelle Wetterlage bequem auf dem mobilen Endgerät empfangen werden kann.

Wie wichtig regionale Messdaten sind, zeigt sich am Bodensee mit seinem unberechenbaren Wetter. „Der größte Binnensee Deutschlands nimmt mit seiner üppigen Wasseroberfläche und der Entstehung von thermischen Winden selbst Einfluss auf das Bodenseewetter“, erklärt Dr. Karl G. Gutbrod von meteoblue. In Stuttgart oder Zürich kann es regnen, während am See die Sonne scheint. Auch Ober- und Untersee variieren oft. Hauptsächlich kommt das Wetter in der Region aus Westen über das flache Thurgau mit Schwachwind. Möglicherweise ein Grund, warum am See die Schweizer Wettervorhersage wie meteocentrale.ch zuverlässiger ist als andere.

Nichtsdestotrotz bringen gelegentliche Kaltfronten, die von Osten durchziehen, Starkwinde mit, die meterhohe, kurze Wellen aufbauen können. Solche Wellen sind ungewöhnlich für Binnenseen und können für Ungeübte physisch und psychisch kritische Situationen hervorrufen. Auch der regelmäßige Fön, der über die Alpen im Süden mit unvorhersehbaren Fönstürmen schnell hereinbrechen kann, sorgt mit plötzlichen Gewittern, Hagel und Donner für unangenehme Überraschungen. Auch unerwartete Flauten können Boote in Bedrängnis bringen, vor allem die ohne Motor.

Solche Gegebenheiten bringen jede Wettervorhersage an ihre Grenzen, zeigen aber auch, wie wichtig das Zusammenspiel von Technik und Mensch ist. „Die Sturmwarnung, die am Bodensee in West, Mitte und Ost unterteilt ist, wird vom Deutschen Wetterdienst in Stuttgart zusammen mit Meteo Schweiz in Zürich  aufgrund der technischen Auswertungen angestoßen“, berichtet Clemens Steiner von der Regionalen Wetterberatung Stuttgart/dwd. Gestartet werden die Lichtsignale aber erst von der Wasserschutzpolizei in Konstanz oder Friedrichshafen nach nochmaliger lokaler Prüfung.

Für gute Wetterprognosen gibt es keine eindeutige Antwort. Kurzfristig (24 Stunden) sind die Informationen reichlich, langfristig nehmen das Angebot und die Genauigkeit deutlich ab. Die Sonne lacht denen, die einen Mix aus verschiedenen Quellen betrachten – technische Analysen, Lokalkenntnisse und der eigene Blick zum Himmel – liefern immer noch die beste Wettervorschau.

Zum 53. Mal öffnet die Interboot ihre Tore von Samstag, 20. bis Sonntag 28. September 2014, täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Interboot-Hafen am Bodenseeufer empfängt Besucher von 10 bis 19 Uhr und ist einfach mit dem Shuttle zu erreichen. Die Tageskarte kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro und die Familienkarte ist für 25 Euro erhältlich.

Weitere Informationen unter: www.interboot.de und www.facebook.de/interboot.

 


Veröffentlicht am: 11.09.2014

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